Was wir haben

. An Tagen, die nach schlaflosen Nächten beginnen, da ist es nie das Erwartete, das kommt. An diesen Tagen, an denen nichts gut scheint, da kommt nur das vorbei, auf das niemand wartet. Alles, was kommt, ist das Unerwartete. Es klopft nicht an, es wartet nicht ab, es kommt unbemerkt herein. Dann ist es einfach […]

a.

In der Küche ist die Milch übergekocht. Auf dem Herd springen weiße Perlen hin und her, zerplatzen nach dem vierten, fünften, sechsten Sprung, es riecht süßlich und verbrannt. Sie ist des Fluchens müde, zieht die Pulloverärmel über ihre Hände und nimmt den Topf von der Platte, stellt ihn ins Spülbecken und lässt Wasser hineinlaufen. Das […]

Nennen wir es Frühling

. Dem Regen lauschen. Sich ans Meer träumen. Früh morgens in eine fremde Küche schleichen und Pfirsichsaft trinken. Ins Bett zurückkriechen. Von Vogelzwitschern aufwachen. Ein gutes Spinnennetz betrachten. Die Schwerkraft aufheben. Mit Leichtigkeit aufstehen. Verwundert sein. Wörter beim Wort nehmen. Einen Körper spüren. Nichts beim Namen nennen. Eine Winterspur in Form eines Brandlochs vermessen. Etwas […]

I spend my nights awake

Hutzeit, Mutzeit, Brutzeit, Wutzeit. Gutzeit: Frühling. Durch diese Tage tragen mich Gläser mit Multivitaminsaft. Kurze, berührungslose Begegnungen mit Straßenlaternen. Wäre ich so flüchtig wie meine Gedanken, wäre ich unsichtbar. Die schönsten englischen Begriffe sind auf Deutsch Sägespäne im Mund. To kiss goodbye. Jeder Kitsch wird weniger, wenn man ihn auf Englisch ausspricht. Es ist eine […]

Abbildung ähnlich

(Serviervorschlag) Manchmal ist dieser Übergang von einer Woche auf die nächste ein besonderer. Dieses Gefühl, das Vergangene noch ein wenig zu dehnen, indem man die Nacht von Sonntag auf Montag verlängert, den Sonntag länger verweilen lässt, als ihm eigentlich zustünde. Es ist, weil dieser Wochenübergang anders ist als all die Übergänge zuvor. Es wird etwas […]

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