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This is a WPSimpleViewerGallery . Eigentlich. Eigentlich sollte hier seit vorgestern ein neuer Wien-Tagebuch-Eintrag stehen. Und dann bin ich doch schon wieder weg, bevor ich auch nur ein Bild fertigkriegen kann, und lande auf einmal sehr versehentlich irgendwo auf dem Land. Und dann ist es Nacht, und das Telefon klingelt. Und plötzlich ist alles so klar. Und ich steh am Fenster und seh in die Nacht, seh dem Regen zu, wie er auf die Dächer fällt. Und dann kräht plötzlich der erste Hahn, und am Horizont schieben sich die ersten Strahlen der Morgensonne durch die Regenschleierwolken. Und ich denk nur noch, verdammt, das Vieh auf dem Nachbardach lebt doch. Ich schiebe mich ins Halbdunkel der Buchhandlung. Alle, die hier am Eingang warten, sehen gleich aus. Die selben schwarzen Sonnenbrillen, die selben Shirts, die selben kurzen Hosen. Die selben Stoppeln auf den Beinen. Ich sehe gar nicht erst in ihre Gesichter. Ich betrachte die Haut in ihren Armkehlen. Ein Regal sieht mich hilflos an und kotzt einen Stapel Bücher auf den Boden. Ja, denke ich, so geht es mir auch. mehr Donnerstag Mittag habe ich frei und gehe ins MuseumsQuartier. Es ist immer noch irre heiß, aber sehr entspannt. Im MQ bin ich so oft wie möglich. Die Leute sind nett, ab und an fragen Touristen nach dem Weg oder Studenten hocken auf den Mauern und zeichnen. Und wenn ich alleine sein will, habe ich Ruhe und doch Menschen um mich. Mit meinem Notizbuch setze ich mich ans kühle Wasser und schreibe. Abends findet hier mit “What’s the prediction?” vom Choreographen Wim Vandekeybus das Opening des Vienna Dance Festival ImPulsTanz statt. Der Innenhof voller Leute, alle scharen sich um die große Bühne. Darauf: Die Band um den Belgier Mauro Pawlowski, die Tänzer, ein VJ. Alles beginnt mit Musik. Und damit, dass ein Mann eine Frau auf die Bühne wirft. … Die Performance ist ein Traum. Die Dramatik der Musik wird noch einmal verstärkt, als im Hintergrund die ersten Blitze über den Himmel zucken.Ein Sommergewitter kündigt sich an. Endlich. Langsam beginnt es zu tröpfeln … das Gewitter kommt näher. Und plötzlich trommeln ein paar Jungen mit Flaschen auf Blechmülltonnen. Ein Krachen, Blitze, die beste Lichtshow, die die Stadt auffahren kann. Es regnet. Alles atmet auf. Und dann: Wir. Wir tanzen. Im strömenden Regen, während die Blitze alles erleuchten. Irgendwann gehen wir nach Hause, nass bis auf die Haut, unsere Haare machen Tropfspuren auf dem Fußboden. Wir schnappen uns ein Handtuch, rubbeln die Haare ein wenig trocken, und schon gehts wieder in den Regen: Zur After-Show-Party in den 8 Meter hohen Räumen des Kasino am Schwarzenbergplatz. Feine Musik von Violetta Parisini (anhören! anhören!), danach legt ein DJ auf. Es ist dunkel, es ist wahnsinnig heiß, der Bass ist laut, und alles tanzt. Mehr brauchen wir nicht. Und als wir gegen Morgen nach Hause laufen, sind die Straßen schon wieder trocken. Die Sonne ist wie Gott: Vor ihr sind alle gleich. Die einzigen, die nicht schwitzen, sind die Verkäuferinnen im Drogeriemarkt (in Wahrheit schwitzen die auch, aber nur unterm Make-up). Fahre am Peek&Cloppenburg vorbei und eine Welle eisigen Windes erfasst mich. Was ein Gebläse! Ich glaube, die verkaufen ihre Klamotten jetzt tiefgefroren. Vor dem Eisverkäufer sind nicht alle gleich. Mir jedenfalls schenkt er 2 Kugeln extra. Boah ist das gut. Mehr später. Ich muss weg. Beim türkischen Bäcker. Ichso: Ich hätte gerne eines von den Teilchen da, bitte … genau, so eines. Erso, entrüstet: A Dopfngoladschn! |
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