“Wir wünschen Ihnen alles Gute, auch privat.” Ich werfe den Brief ins Eck. In dem selben Eck liegen auch schon Schreiben von meiner Krankenkasse, dem Finanzamt, der Bank, mein Schweizer Taschenmesser und ein ungeöffneter Brief von einer verflossenen Liebe, bis heute ist nicht klar, ob es jemals Liebe war, was wir uns da einbildeten, der… Continue reading Ein Neon-Negativ, ein Spiel mit dem Feuer und zwei Katzen: Die fünfundzwanzig Ecken einer Wohnung und ihre Geschichten
Heavy Metal, Halbstarke, Hosentaschen: Musik im öffentlichen Personennahverkehr in einer ganz normalen Nacht an einem ganz normalen Freitag (fast jedenfalls)
Es ist Freitag Abend, ich stehe in der U-Bahn. Ich stehe immer in der U-Bahn, das hält mir die Möglichkeit offen, schnell meinen Standort zu wechseln, ich empfinde schlimme Gerüche als sehr unangenehm und kann es vor allem, besonders morgens, nicht ertragen, wenn sich jemand mehr oder weniger auf mich draufsetzt. Und wenn ich stehe,… Continue reading Heavy Metal, Halbstarke, Hosentaschen: Musik im öffentlichen Personennahverkehr in einer ganz normalen Nacht an einem ganz normalen Freitag (fast jedenfalls)
Risse
Manchmal kommt es, dass in einer Wand ein Loch ist, weil man mit einer Bohrmaschine nicht umgehen kann oder zu spät gemerkt hat, dass einem die Wand entgegenrieselt, in feinen Körnchen. Seufzend sucht man die Kiste, in der man doch … man findet die Spachtelmasse, die man beim letzten Umzug gekauft hat, rührt sie an,… Continue reading Risse
Liebe ist ein mürber Keks (und umgekehrt)
Liebe ist der Schweizer Franken unter den Gefühlen. Und was kann selbst an Weihnachten nicht aufhören, an der Börse zu zocken? Das Spekulatius. Spekulatius reimt sich auf Kuss, aber Kuss ist nicht Liebe, Kuss kann Liebe sein, muss aber nicht, mathematisch ausgedrückt bedeutet das, dass eine Schnittmenge vorliegen kann, jedoch gleichzeitig eine stochastische Unabhängigkeit. Stochastisch abhängig wären sie,… Continue reading Liebe ist ein mürber Keks (und umgekehrt)
Das Verhältnis der Deutschen zur englischen Sprache
Ich erleide regelmäßig krampfartige Schmerzen im Sprachzentrum meines Gehirns, wenn ich englische Texte lese, die von Deutschen geschrieben wurden. Mittlerweile denke ich darüber nach, mit der Lektüre der gesamten Reden Günther Oettingers oder Zitate ausgewählter Ex-Fußballer wie Berti Vogts und Franz Beckenbauer eine Konfrontationstherapie zu beginnen. Nur Lothar Matthäus, das wär doch noch ein bisschen zu krass.
Nach einem langen Leidensweg habe ich mich daher nun entschlossen, an die Öffentlichkeit zu treten und zu sagen:
Liebe deutsche Mitbürger. …
Schiach
. [haiku url=”https://dl.dropbox.com/u/25592547/schiach%20Kopie.mp3″ title=”hörbar” dl=”0″] Alles, was ich hatte, war eine ungelesene Nachricht in meinem Postfach. Das warst Du, damals, 2010. So fing alles an. – Die besten Ideen hat man manchmal spät in der Nacht. Wenn man Nachrichten schickt, hin und her, erst zögerlich, bis sich alles verdichtet, dann gespannt nur noch darauf wartend,… Continue reading Schiach
Oh, Boy
Gehören auch Sie zu den Menschen, die häufig sagen “man sollte ja viel häufiger ins Kino gehen”? Ersetzen Sie “ins Kino gehen” durch “ein Buch lesen”, “ins Theater gehen”, “selbst kochen”, “in Räumen mit Glitzergoldvorhängen sein” oder “früher Feierabend machen”, und vor Ihnen liegt der Lebensentwurf des Durchschnittsgroßstadtmenschen im Satzbaukastensystem. Dieser Typ, um den es… Continue reading Oh, Boy
Es gibt nicht nur Arschlöcher, es gibt ja auch Nette!, aber gehören diese Herrn dazu? oder: Team Totale Zerstörung. Eine Album-Review.
Womöglich ist dies die schizophrenste Rezension, die die Christliche Rapmusik je erlebt hat, sei’s drum, es lässt sich nicht ändern. Da wäre also dieses Duo, laut Selbstbeschreibung “Hack und Mett”, oder auch TTZ, namentlich André Herrmann und Julius Fischer. Team Totale Zerstörung also, man sagt, sie hätten alles gewonnen, was es im deutschen Poetry Slam zu… Continue reading Es gibt nicht nur Arschlöcher, es gibt ja auch Nette!, aber gehören diese Herrn dazu? oder: Team Totale Zerstörung. Eine Album-Review.
Wo die Sonne verstaubt
Ich weiß, der Wald ist tief und niemand ist gern einsam und allein, es ist nur dunkel, wo die Sonne nicht hinscheint. Und der Bär will nur den Honig, nicht die Bienen, und die Wolken zieh’n vorbei. (Nils Koppruch) Auf dem Boden unter einem Baum liegen auffallend viele Blätter in Goldbraun, abgeworfen früher als alle… Continue reading Wo die Sonne verstaubt
Können Bots weinen? Trauer im Internet
Dirk Bach ist tot. Das ist — ja, was nun? Wer sich länger als eine Woche in einem sozialen Netzwerk bewegt hat, kennt vermutlich die Diskussion, die sich dort mit murmeltierhaftiger Konsequenz abspielt, wenn ein Prominenter stirbt, an den Tod von Amy Winehouse und Michael Jackson erinnere ich mich da beispielsweise noch. Manchmal auch bei… Continue reading Können Bots weinen? Trauer im Internet