bleib.

nur so lange wie es dauert einen einwortblick zu werfen deine sinne anzuschärfen eine zigarettenlänge bleib. für eine tasse tee kaffee für ein glas whiskey oder wein lass uns nur zusammen sein für einen schluck wir einen see bleib. für ein lied dreisechsunddreißig einen tanz die augen zu ein wir sein für ein flüstern du… Continue reading bleib.

Published
Categorised as Gedichte

Und Frida sagt, es wachsen keine Träume mehr

Ich stelle mich auf die Zehenspitzen und sehe in den Spiegel. Ich sehe mir in die Augen wie einem Fremden, der mir gegenübersteht. Lege meine Hand auf meine Wange, sehe  die Finger und spüre doch — nichts. Ich beuge mich nach vorne und zähle die Haare meiner Augenbrauen, die dunklen Wimpern, die Falten unter meinen… Continue reading Und Frida sagt, es wachsen keine Träume mehr

Worauf wir warten

Auf Tauwetter. Auf den Frühling. Auf die Spargelsaison. Auf den Sommer. Auf den Sommerschlussverkauf. Auf den Papst. Auf Godot. Auf Weihnachten. Auf das Paket. Auf das Essen. Auf den Kaffee. Auf die Prüfungsergebnisse. Auf den Studienplatz. Auf den neuen Job. Auf den Arbeitsvertrag. Auf den Benutzerprofildienst. Auf das Netzwerk. Auf die Mittagspause. Auf den Feierabend. Auf den Urlaub. Auf Freitag. Auf das Essen. Auf den Backofen. Auf den Spielfilm. Auf das Ende… Continue reading Worauf wir warten

Published
Categorised as berlin

Und was haben Sie auf dem Zettel?

Es gibt da ein Spiel: Jemand schreibt einen Satz auf einen Zettel, knickt den Satz weg, der nächste schreibt daran weiter. Das spielt man endlos oder bis der Zettel voll ist, irgendwann wird aufgelöst und alles ergibt einen Sinn. Oder auch nicht. Ein sehr später Abend, vier Männer (Lumpensammler, MannvomBalkon, meiapopeia, randalez) und eine Frau… Continue reading Und was haben Sie auf dem Zettel?

Komm, stell dir vor, wir wärn am Meer

Komm, wir kaufen Dynamit und sprengen jedes dieser Zimmer, wir jagen alles in die Luft für einen Wind und einen Himmel. Lass alle Lampen Sonnen sein, den Straßenlärm ein Meeresrauschen, die Bäume Palmen nur zum Lauschen und unsre Kissen einen Strand. Komm, stell dir vor, du wärst am Meer für einen Tag und eine Nacht,… Continue reading Komm, stell dir vor, wir wärn am Meer

Was wir haben

. [haiku url=”http://dl.dropbox.com/u/25592547/waswirhaben.mp3″ title=”(pssst)” dl=”0″] An Tagen, die nach schlaflosen Nächten beginnen, da ist es nie das Erwartete, das kommt. An diesen Tagen, an denen nichts gut scheint, da kommt nur das vorbei, auf das niemand wartet. Alles, was kommt, ist das Unerwartete. Es klopft nicht an, es wartet nicht ab, es kommt unbemerkt herein.… Continue reading Was wir haben

Sommerregen

. [wpaudio url=”https://wunder.schoenaberselten.com/wp-content/uploads/2010/06/regen.mp3″ text=”am Fenster sitzen und lauschen” dl=”0″]