Placebo.

Diese Nacht beginnt, als sie um Mitternacht einen endlosen Kuss will, während die letzte Kaffeebohne zu Boden fällt. Sie sitzt in ihrer kleinen Küche vor einer leeren Tasse und einem Teller voller Kuchenkrümel. Mit den Fingern schiebt sie die Reste hin und her. Sie kann in der warmen Wohnung bleiben, dann fehlt ihr Kaffee zum… Continue reading Placebo.

Helden wie wir

Es ist eiskalt draußen, es regnet, die Luft im Raum ist schwer. Die letzte Milchflasche steht leer auf dem Boden neben dem Bett. Als wir erwachen, blinzeln wir ins Licht. Der Morgen danach ist zu hell für unsere Augen. Wenn wir die Augen beim Küssen schließen, wie sollten wir dann Morgenlicht ertragen können? Wir sind träge,… Continue reading Helden wie wir

Adventskalender (6)

Man kann ja vom Prinzip Adventskalender halten, was man will. Grundsätzlich halte ich nichts davon. Und speziell? Speziell laufe ich dann doch wieder Ende November in den Lieblings-Schreibwarenladen, dahin, wo es Schokolade, und dorthin, wo es die Fotoabzüge gibt. Weil ich zwar keine Adventskalender mag – aber ich mag Menschen. Und es gibt einige, die… Continue reading Adventskalender (6)

Tschüss, Sommer.

Dieser Sommer war voller Überraschungen, ein einziges Staunen. Über Ungeahntes, Unerwartetes, darüber, was plötzlich alles möglich sein kann, wenn man mit gar nichts mehr rechnet. Mir sind wundertolle Menschen begegnet, Menschen, die mich zum Staunen und Lachen gebracht haben. Menschen zum Klamottentauschen, nachts, auf dem Mädchenklo, und Menschen für ein Jungsmädchengespräch über Feinstrumpfhosen. Es war… Continue reading Tschüss, Sommer.

Ein Liebesbrief. An 924 Kilo Blech.

Liebster Paul. Ja, Paul ist ein seltsamer Name für ein Auto, und “wer ist eigentlich Paul?” Aber, seien wir doch ehrlich, ein Corsa ist auch ein seltsames Auto. Du warst auch nie eine Schönheit. Aber hey, ich liebe dich trotzdem. Oder genau deswegen. Damals, als ich dich das erste Mal mit nach Hause genommen habe,… Continue reading Ein Liebesbrief. An 924 Kilo Blech.