Alles anders

Wieder um 20 Uhr nach ganz oben aufs Dach gehen. Darauf warten, dass die Sonne untergeht. Ein letztes Mal auf die Wolken warten. Ein letztes Mal versuchen, nicht an “ein letztes Mal” zu denken. Nicht einschlafen können. Verschlafen. Orangensaft trinken. Eine Tasche packen. Ein Handtuch zurückbringen. Danke sagen. Ganz oben, ganz hinten im Bus sitzen.… Continue reading Alles anders

Zweihundert Millionen Jahre

Das Auto um die Kurven gewickelt. Gefühlt wie auf einer zu groß geratenen Carrera-Bahn. Der Katze hallo gesagt. Mit den Bauarbeitern geredet. 1.600 Meter über dem Meer. Mandelkuchen geschenkt bekommen. Gefragt worden, ob ich hier lebe. Der Radioempfang hält immer nur genau bis zur nächsten Serpentine (also ca. 20 Meter (heute meist weniger)). Den Raben… Continue reading Zweihundert Millionen Jahre

Heute

Aufgebrochen. Ans Lenken gewöhnt. Vor den Kurven gehupt. Auf der Serpentine rückwärts gefahren. Auf der Leitplanke gesessen. Am Ende der Straße gestanden. Über ein Navigationssystem gewundert. Halt gemacht. Karten gelesen. Ananassaft getrunken. Die Serpentinen wieder runtergefahren. Dem Fahrer vom Milchlaster zurückgewunken. Die Berge hochgefahren. Das Autoradio eingeschaltet. Es ist kein Zufall, dass immer Avicii läuft,… Continue reading Heute

Die Könige der Nacht tragen Augenringe

Das Bett: zu groß, zu klein, zu hart, zu weich. Die Vorhänge: zu auf, zu zu. Die Decke: zu leicht, schwer, warm, dünn. Linke Seite, rechte Seite, auf dem Bauch. Hin- und herdrehen und zurück. Kissen aufschütteln. Kissen plattliegen. Aufgeben, aufstehen, die Decke hinter einem her-, aufs Sofa umziehen. Hin- und herdrehen und zurück. Aufgeben,… Continue reading Die Könige der Nacht tragen Augenringe

Mein erster Talk auf einer Tech-Konferenz

Ende März, ein sonniger Dienstagvormittag. Ich sitze entspannt in meiner Küche, trinke Kaffee, arbeite und sehe eben meine Twitter-Timeline durch, als eine Nachricht auf meinem Rechner aufploppt: “Ich habe eben eine Anfrage für eine Konferenz bekommen. Frag doch mal, ob du dort auch einen Talk halten kannst!” Meine Arbeitskollegin und gute Freundin, eine erfahrene Software-Entwicklerin,… Continue reading Mein erster Talk auf einer Tech-Konferenz

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Wir waren da, wo die Luft am heißesten und der Tag am dunkelsten war, so dunkel, dass die Motten längst gegangen waren. Wo die Menschen aussahen wie große, dunkle Laternen mit Augen oder lange, schmale Bäume, und wo sich die Füchse hinter Holzverschlägen trafen. Wir haben den Rausch mitgemacht, den Exzess ganz oben mitgenommen, uns… Continue reading –

Kübel voll Eiswasser und kein Frühstück: der Februar

Gemacht Keinen Bikini eingepackt Im Schnee versunken Am Lagerfeuer gesessen Nackt durch den Wald gerannt In der Sauna gesessen Huskyschlitten gefahren Im Hot Pot gesessen und Whisky getrunken Ins Eisloch gehüpft Zum ersten Mal nach 5 Jahren ein Konzert gespielt Einen Husky gewonnen Die Menschheit gehasst (und meinen Zahnarzt besonders) In der Küche gesessen und… Continue reading Kübel voll Eiswasser und kein Frühstück: der Februar

Explizit ist das neue implizit

Nichts mehr sagen. Und stattdesssen: mit G. im Wohnzimmer sitzen, Beat Loops anhören und ihm eine große Karriere im Eurodance-Business versprechen. Eine Choreographie einstudieren und vor Lachen fast vom Sofa fallen. Zu viel Kaffee trinken. Die Katze beneiden, die sich zu einem wollenen Ball zusammengerollt hat. Ein Interview führen. Nach Amerika telefonieren. Singen. Eine Postkarte… Continue reading Explizit ist das neue implizit

“Are you joining me in the pool or is it just casual friday?” – Der Januar

Gemacht (1) Rührei bestellt Island vermisst Im Hotelbett gelegen Sehr viel geschlafen Chips gegessen Da gewesen Serien geguckt (Mad Men / Dr. Who / 2 Broke Girls) Seriengucken aufgegeben (nach 2 Episoden / nach 4 Staffeln / nach einer Staffel) Mit der Rentenversicherung telefoniert Sehr viel gesungen Sachen aufgenommen Weitergemacht Bürobier getrunken Haare gerauft Haare… Continue reading “Are you joining me in the pool or is it just casual friday?” – Der Januar