Urheberrecht und Internet – praktische Hinweise für die Verwendung fremder Inhalte

Einige Hinweise für die Praxis im Internet zum Verwenden fremder Inhalte in eigenen Werken bzw. bei der Veröffentlichung von Inhalten in eigenem Namen Continue reading “Urheberrecht und Internet – praktische Hinweise für die Verwendung fremder Inhalte”

Verlagsgejammer und Paid content. Ein Brief an Zeitungsmacher und Journalisten.

Ich mach jetzt doch mal ein Fass auf: Zum Gejammer von Verlegern über iPad, gebührenfinanzierte Tagesschau-Apps, “Kostenloskultur” und zum Zeitungssterben.

Liebe Verlagsmenschen, liebe Zeitungsmacher, liebe (Qualitäts)Journalisten!

Eure Arbeit schätze ich (nicht uneingeschränkt, aber grundsätzlich) sehr, das nur einmal vorab.

Es gibt eine Generation, die ihr immer spöttisch als die Generation Google abtut, die für Inhalte nicht bezahlen wolle, die für die (angeblich ja so ausgeprägte) “Kostenloskultur” mit verantwortlich zeichne und für den baldigen Untergang der abendländischen Kultur gleich mit.

Darauf folgt meist noch ein spöttisch-abschätziges Lachen, bei dem ein goldener Eckzahn blitzt. Dann klappt ihr eure speckige Ledertasche zu, beißt in ein Salamibrötchen, erinnert euch an eure eigentliche Aufgabe und den Redaktionsschluss, und schreibt wieder Massen von Artikelchen für meine Rentner-Nachbarn. Die beiden haben nämlich noch ein Zeitungs-Abo, und die dürft ihr nicht verlieren. Meine Generation würde das user-orientation nennen und erstmal gut finden. In eurem Fall hat das leider nur einen Haken:

Blöd ist nämlich nur, dass die beiden schon weit über 80 sind, – und damit als Abonnenten bald auf natürlichem Wege wegfallen.

Wartet also noch ein, zwei Jährchen, dann guckt ihr recht konsterniert auf das, was noch übrig ist.

Und was ist das?

Ich.

Deshalb glaube ich: Wir sollten uns kennenlernen.

Hallo! Wir sind die Generation Google

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Flugraumsperrungen / Asche über Europa

Meine fahrradverrückte Familie sitzt nach einer Woche “Trainingslager” seit heute, 19.04., unfreiwillig weiter auf Mallorca fest. Die Informationslage ist dünn. Dort: “Keiner weiß irgendwas, wir wissen nicht, wann wir wiederkommen” (Zitat SMS von Sonntag Abend, seitdem Funkstille) ebenso wie hier in Deutschland, wo außer dem Internet und den überlasteten Hotlines der Reiseveranstalter nichts  bleibt. Also: Abwarten.

Aber für einen Zeitvertreib sorgt wenigstens der Flughafen Stuttgart. Der verkündet auf seiner Homepage mit momentan leicht ironischer Note:

(Links: “Aktuelles. Luftraum gesperrt bis Dienstag, 20. 04., 14 Uhr.”

Rechts: “Webcam – Faszination Flughafen. Mit den Webcams live dabei – Erleben Sie das spannende Vorfeldgeschehen am Flughafen Stuttgart!”)

Update 20.04.: Sperrung STR bis 20.04., 20 Uhr, verlängert.

Update 23.04.: Sind am 22.04. am späten Abend wohlbehalten heimgekehrt. Ich will mir nicht anmaßen, zu behaupten, ich wüsste jetzt, wie es Katastrophenopfern geht. Aber wenn Informations- und Auskunftslevel dann ähnlich sind wie in diesem eher harmlosen Fall, sehe ich für “echte” Katastrophen schwarz.

Kindischer Joghurt und Kosmetiktipps: Almighurt Mais von Ehrmann – Produkttest

Es ist kalt. Ich habe meine Jacke zugezogen, von links her weht ein eisiger Wind.
Ich fahre herum. Traue meinen Ohren nicht. Hat da gerade jemand “grüß Gott!” gesagt? Ich sehe mich um. Keine Menschenseele weit und breit. Doch da, ein Stimmchen! “Grrrrüüüüß Gott!” Ein rollendes R, von links unten.

Ich trete näher, und da sehe ich ihn. Ein kleiner Joghurtbecher in den weiß-blauen Nationalfarben Bayerns, der fröhlich winkt.

“Keiner will mich. Nimmst Du mich mit? Nimm mich mit!”

Gut, er ist im Angebot, noch dazu ist er ausgesprochen höflich für einen Joghurt in seinem Alter, na gut. Seufzend packe ich ihn in den Einkaufswagen und laufe weiter die Kühltheke entlang.

“Halli, hallo, hallöchen! Ich bin der Almighurt Mais, von Ehrmann! Ich gratuliere Dir zu Deiner Kaufentscheidung! Ich wiege 150g, und habe 103 Maiskörner auf dem Deckel! Und ich bin aus Bi-, Ba-, Bayern!”, flötet er. “Willst Du mein Freund sein?”

Ich bin ein ernstzunehmender Produkttester. Eine emotionale Bindung zu einem kindischen Testprodukt aufzubauen könnte die Objektivität des Tests ernsthaft gefährden. Deshalb, jetzt und hier:

Der ultimative Produkttest.

Unabhängig, unbestechlich, unemotional.

Heute: Almighurt Mais von Ehrmann.

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