— wunder

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Heute umgibt mich eine kleine rosarote Wolke des heroischen Gefühls, eine gute Entscheidung getroffen zu haben. Ob es die richtige Entscheidung war, wird noch nicht einmal die Zeit zeigen können.
Doch wenn man nicht weiß, ob man den Preis von etwas bezahlen kann; ob man ausreichend Kraft, Gesundheit, Energie, Flexibilität und Ehrgeiz besitzt, um einen hohen Preis zu bezahlen, oder ob man möglicherweise seine Konten auf diesen Gebieten schleichend überziehen wird – dann ist es besser, sich rechtzeitig gegen einen Kredit auf Raten zu entscheiden.

Und das fühlte sich gar nicht so schlecht an…

… wären da nicht die vielen kleinen fiesen roten Blitze, die die tolle rosa Wolke durchzucken.

Denn: Morgen habe ich eine sehr wichtige mündliche Prüfung.
Den heutigen Abend werde ich mit der restlichen (in erster Linie mentalen) Vorbereitung darauf und dem Zerstören der Blitze verbringen – nicht dass ich morgen auch noch mit rosa Brille meinen Prüfern gegenübertreten muss… :-)

Eine kleine Bitte zum Schluss: Daumendrücken ab 15:20 Uhr wäre nett!

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Schokolade zum Frühstück… und das Finale der Schokoladenschlacht. Und über allem steht die Frage: Wer wird mehr Kuvertüre abbekommen – die Pralinen, der Laminatboden oder doch ihr Hersteller? :-)

Hier die Rezepte von gestern und einige Bilder der Ergebnisse:

Limettenpralinen mit buntem Pfeffer
250g Sahne
80g Butter
Schale von 2 unbehandelten Limetten
100ml Limettensaft aufkochen,
1/2 TL bunten Pfeffer (gemahlen) zugeben.
500g weiße Schokolade (grob gehackt) hinzufügen, die Herdplatte herunterschalten und alles gut verrühren, bis es eine geschmeidige Masse ergibt (nicht wundern, das ist noch relativ flüssig). Aus dem Topf in eine andere Schüssel umfüllen (kühlt dadurch schneller ab) und kalt stellen. Dabei regelmäßig umrühren.
Ist die Masse fast fest, daraus kleine Kugeln (Durchmesser ca. 2 cm) formen, diese wieder kalt stellen. Später weiße Kuvertüre schmelzen, diese darin versenken, aber sofort wieder retten, auf ein Abtropfgitter legen und mit einer Prise gemahlenem bunten Pfeffer bestreuen.


Kaffeepralinen

150ml Sahne
100g Butter aufkochen,
8EL löslichen Kaffee zugeben (Cappucchinopulver schmeckt auch gut)
300g dunkle Schoko (gehackt) zugeben, rühren und auskühlen lassen.
Aus der ausgekülten Masse Kugeln formen oder in die Spritztülle füllen und “Schnecken” auf Alufolie / Backpapier formen. Diese wieder kühlen, danach in weiße Kuvertüre tauchen und mit dunkler Kuvertüre Muster darauf spritzen.

Cranberry-Chili-Pralinen
-Rezept folgt-

Und am Ende: Alles ratzeputz leer!

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Ich liebe Samstage! Nach einem Besuch in der Bücherei und bei meinen Eltern (meine Waschmaschine ist kaputt…) war ich noch kurz einkaufen. Und ich glaube, die beiden Herren vor mir an der Kasse dachten, ich hätte vor, eine Schokoladenorgie zu feiern – oder womit sonst sollte man spontan 1 Kilogramm weiße und 600 Gramm Zartbitterschokolade erklären?

Damit.

Ein Wort: Pralinen!
Ich selbst bin normalerweise kein großer Schokoladenfreak, doch vor 1 1/2 Wochen kam mir spontan die Idee, Pralinen selbst zu machen, da ich noch dringend ein Geschenk gebraucht habe. Die spontane Idee dauerte am Ende drei Feierabende lang bis in die Nacht hinein – Ergebnis:
Chai-Latte-Pralinen (mit Tee und dunklem Überzug)
Chilipralinen (dunkle Schokolade, Chili und Kakao)
Chili-Orangen-Pralinen (innen Chilischokolade, außen “Orangenhaut”)
Orangenpralinen mit Mandeln (mit etwas frischem Orangensaft und Orangenzesten) und

- alle zum Dahinschmelzen lecker! – Und das Geschenk rief große Begeisterung hervor…

Die ganze Chili-und-Schokolade-Geschichte fand ich bisher immer sehr überschätzt, der Hype war mir zu blöd, noch dazu, wo ich sämtliche Chili-Schokolade, die ich bis dato probiert hatte, recht langweilig fand. Die Chilitrüffel jedoch, in der noch Schokostückchen waren, fand ich um Klassen besser: Zuerst süß, dann kommt das Bittere des Kakaos durch, und nachdem sich im ganzen Mund die weiche Schokolade ausgebreitet und man den knackigen, dunklen Bissen geschluckt hat, wird plötzlich die Zunge warm, die Wärme breitet sich über den Gaumen aus und eine angenehme, weiche Schärfe legt sich darüber. Und man möchte nur noch eine Badewanne, gefüllt mit warmer Schokolade, um darin restlos zu versinken…

Chili und Schokolade

Da schon nach einer Woche alle Pralinen schon restlos verschenkt (oder doch, zugegebenermaßen, selbst gegessen) waren und ich für heute dringend eine Beschäftigung brauchte, wusste ich schnell, womit ich den Tag verbringen würde: Mit
Marzipan
Kaffee-Pralinen
Cranberry-Pralinen mit einem Hauch Chili
Kokospralinen mit Mandel
Limettenpralinen
(Rezepte folgen – ich muss weg, die Limettenpralinen warten auf jemanden, der sie rum-kugelt)

Einige Impressionen:

-Marzipan-


Cranberries und Schokolade – allein diese Farben…
Kokospralinen, Limettenpralinen, Cranberry-Chili-Pralinen, Kaffeepralinen

Viel Spaß beim Probieren! ;-)
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Eine heute erschienene Pressemitteilung von Reporter ohne Grenzen berichtet über den aktuellen Stand im Fall von Perwis Kambachsch (siehe Post von gestern):

“Reporter ohne Grenzen appelliert an den afghanischen Präsidenten Hamid Karzai, auf die zahlreichen Gnadengesuche für den zum Tode verurteilten jungen Journalisten Perwis Kambachsch zu reagieren. Der afghanische Präsident nimmt derzeit am Weltwirtschaftsforum in Davos teil.

‘Kambachsch Todesurteil ist das Ergebnis eines unfairen Prozesses, der von Beamten und extremistischen Religionsführen manipuliert wurde’, sagte Reporter ohne Grenzen. ‘Wir fordern Präsident Karzai auf, das Urteil, das die Pressefreiheit in seinem Land bedroht, aufzuheben und Kambachsch zu begnadigen.’ “

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… zum nächsten Brunnen.

Und der nächsten tollen Idee, wieder einmal aus Reihen der CDU, und wieder einmal aus dem Bundesland, in dem übermorgen Wahlen stattfinden: Hessen.Zu sehen im ARD-Magazin Panorama in der gestrigen Sendung:

„Wer zu uns ‚Scheiß-Deutsche’ sagt, der hat hier nichts mehr verloren.“ Diese klare, unmissverständliche Aussage stammt von Christean Wagner, ehemals hessischer Justizminister und Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion. Er fordert eine Schaffung der rechtlichen Voraussetzungen dafür, dass „ausländische Jugendliche, die sich bei uns so schlecht fühlen, dass sie die hiesige Bevölkerung beschimpfen müssen, sofort ausgewiesen werden.“

Ich halte das für eine prima Idee. Immerhin hätten wir dann eine Rechtfertigung dafür, sämtliche öffentlichen Räume aufs Schärfste zu überwachen, einige Lippenleser einzustellen und reihenweise ausländische Jugendliche abzuschieben. Fluglinien bekämen wieder mehr Aufträge, die Städte wären wieder eindeutig deutsch besiedelt und alle wären happy.

Andererseits könnte Herrn Wagner dafür unter Umständen Probleme mit Verteidigern des Grundrechts bekommen, die durch solche Regelungen das Recht auf freie Meinungsäußerung nach Art. 5 GG gefährdet sehen. Und was hat es eigentlich miteinander zu tun, wenn man sich hier schlecht fühlt und dann die „hiesige Bevölkerung“ beschimpft? Noch dazu, wenn diese Gesellschaft, als Boden der hiesigen Politik und durch ihr Kreuzchen auf dem Wahlzettel mit verantwortlich für dieselbe, die ausländischen Jugendlichen so schlecht integriert, dass diese sich unter Umständen auch durch eine Außenseiterrolle mies fühlen.

Im Zuge dessen würde mich auch noch ganz kurz interessieren: Was, wenn ein deutscher, aufmüpfiger Teenie seine Eltern anschreit? “Ihr Sch…-spießigen Deutschen!!” Kann man den dann auch ausweisen?
Von Roland Koch oder der CDU selbst war auch dazu keine Stellungnahme zu erhalten – „für Spielchen von ‚Panorama’ haben wir keine Zeit“, so eine CDU-Sprecherin.

Diese Aussage ist nun gar nicht verwunderlich angesichts dessen, dass die CDU-Spitze, explizit in Hessen, in den letzten Tagen und Wochen sehr viel Zeit in ihre eigenen Spielchen investiert hat.

Spielchen sind aber nicht nur gefährlich, sondern vor allem auch sehr teuer – „Glücksspiel kann süchtig machen“, warnt sogar eine sanft säuselnde Frauenstimme in der Radiowerbung. Wie hoch die Rechnung für die Streithähne in der großen Koalition ausfällt, wird sich am Sonntag zeigen.

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Ein Gericht in Balkh, einer Provinz im Norden Afghanistans. Nach einem Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne Teilnahme eines Rechtsanwalts, wurde der 23-jährige Journalist Perwis Kambachsch zum Tode verurteilt. Im wird Blasphemie zur Last gelegt, er soll den Islam beleidigt und Koranverse falsch widergegeben haben.
Grund für seine Festnahme im Oktober 2007 war, dass er im Internet einen Text über Frauenrechte im Islam ausgedruckt und diesen an einer Universität verteilt haben soll.

Der Bruder des Verhafteten, Said Jakub Ibrahimi, ist ein bekannter Reporter des internationalen Institute for War and Peace Reporting (IWPR). Laut dessen Landesdirektorin hatte dieser mehrere kritische Berichte über afghanische Politiker geschrieben, der afghanische Geheimdienst hatte Ibrahimi gemäß dessen eigener Aussage zur Preisgabe seiner Quellen zwingen wollen.

Die UN kritisierte inzwischen sehr deutlich den Verlauf des Verfahrens und die Einschüchterung von Journalisten, die darüber berichten wollten – ein Zeugnis dafür, dass die noch nicht lange offen arbeitenden Medien in Afghanistan noch auf wenig Akzeptanz stoßen, vor allem bei religiösen Extremdenkern.

Laut der ursprünglich französischen, 1985 gegründeten Menschenrechtsorganisation Reporters sans frontières (Reporter ohne Grenzen) kamen allein im Jahr 2006 81 Journalisten wegen und während ihrer Arbeit ums Leben. 870 waren weltweit im Gefängnis, einige davon befinden sich immer noch dort; es gab in diesem Jahr 1.400 Angriffe und Bedrohungen gegen Medienvertreter.
Die Homepage (Link) von Reporter ohne Grenzen ist ein Zeugnis dessen, dass die vordergründige Pressefreiheit, die uns 347 deutsche Tageszeitungen suggerieren, nicht mehr als ein Schein ist – denn die Länder, über die viel berichtet wird, sind nunmal auch die Länder, in denen nicht die Probleme herrschen, die in unseren Medien totgeschwiegen werden. Und die nicht auf unserer gedanklichen Landkarte erscheinen – wann hat man nochmal zuletzt Nachrichten aus Äquatorialguinea und Eritrea gehört? Doch selbst die, die dank Industrialisierung und Technisierung auch bei uns öfter in aller Munde sind, gaukeln uns oft mehr vor als wir gerne glauben möchten – man denke an China oder Russland:


(Quelle: www.reporter-ohne-grenzen.de)

Der ROG-Jahresbericht 2007 (Link) dokumentiert die Lage der Pressefreiheit in 98 Ländern mit einleitenden Kommentaren zu den jeweiligen Ländern. Unbedingt lesenswert!

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Lieber Heath, oder, falls du das besser verstehst – dear Heath!

Heute Nachmittag, als ich zwischen zwei Kundenterminen einen kurzen Moment lang den Kopf frei hatte, überfiel mich der Gedanke, dass es wirklich wahr ist – man weiß oft erst dann, was man hatte, wenn es nicht mehr da ist.
Genauso geht es mir bei dir. Als ich gestern über mein rechtes Ohr (das linke hörte meiner Kollegin zu, die von ihrer Enkelin erzählte) von deinem Tod erfahren habe, war ich sehr schockiert. Ich dachte zuerst noch, im Radio wäre die Rede vom Tod des Regisseurs einer deiner Filme, aber dass tatsächlich du gemeint warst, fiel mir erst später beim Lesen der Tageszeitung im Internet auf. Dass du “da” warst, in einem Film nach dem anderen mitgespielt und immer wieder die Zeitungen (allen voran diverse Frauenzeitschriften) zum Schwärmen gebracht hast, war wie selbstverständlich. Aber was tut man, wenn etwas Selbstverständliches einfach aufhört, ohne einen zu fragen?

Warum schreibe ich dir eigentlich?
Ich muss dir gleich gestehen, verehrt habe ich dich nie. Darauf musst du dir nichts einbilden – auch in meinen wildesten Teenie-Zeiten (falls ich etwas Derartiges überhaupt je hatte) hat niemals irgendein Backstreet Boys- / Take That- / Aaron Carter- oder Rollergirl-Poster meine Wände verziert. Ich bin in einem Zimmer mit Dachschräge im wahrsten Sinne des Wortes groß geworden – abgesehen davon, dass ich nie irgendeinen Star besonders gemocht oder gar verehrt habe – ein Poster hätte gar keinen Platz gefunden.

Mit dir war das etwas anderes. Wir haben uns kennengelernt, als ich mit 14 das erste Mal Ritter aus Leidenschaft gesehen – und mich nicht in dich verknallt habe. Ganz im Gegensatz zu meinen 3 Freundinnen. Mir hätte es einfach gereicht, wenn ich Jocelyn (aber unzickig, bitte!) gewesen und von dir angebetet worden wäre.
Jetzt, ein paar Jahre später, habe ich den Film zum ungefähr siebtenMal gesehen, und finde inzwischen deinen Gegenspieler in dem Film, den dunklen Graf Adhemar, viel interessanter. Reizvoller.
Dennoch – deine Filme und deine Ausstrahlung haben mich fasziniert. Tja, sorry, aber die Rolle des Typen, der von allen Seiten angeschmachtet wird, stand dir einfach zu gut. Brothers Grimm, Monster’s Ball, 10 Dinge, die ich an dir hasse. Und Casanova war absolut… ja, was war es? Das, was man in dich hineinlas, vermutlich.
Ich fürchte, genau das ging dir gewaltig auf die Nerven. Dass du das ganze Filmbusiness gehasst hast – Hassliebe, vermutlich, mit Liebe zum Film und Hass zum Business -, war hinreichend bekannt. Dass es dich nun aber nicht mehr im Film gibt, ist sehr bedauerlich. Du wirst dem Film, aber auch mir, fehlen.

Do you still play the same moves now
or are those special moods for someone else
I hope you’re feeling happy now

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… egal was für einen (entschuldigt, aber die folgenden Links erlauben keinen anderen Ausdruck) himmelschreienden Stuss ihr wieder verzapft – die einzige Frage, die mir am Ende immer bleibt, ist:

WARUM?

P.S.: Wenn ihr schon ein Video dreht mit dem Titel “Was machen Sie jetzt [, so kurz vor dem Weltuntergang,] mit Ihren Aktien?” – dann wäre es echt toll, wenn ihr auch noch unter 12 Interviewten wenigstens zwei Aktieninhaber finden würdet…

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If life was a song,
it would be rocking all night long
it would be sighing without a word
’bout all the pain, ’bout all the hurt.

If life was just a melody
not even one note in it could be really free
they’d all be prisoned in their beat,
there’d be no justice, no more seed.

If life could be sung
out of the deepest deeps of your lungs
it would be hard to breathe some air
’cause oxygen had left to nowhere.

If living would mean singing all day long,
tell me what this song was about!
About people, small, fat and strong,
faithful, chicken-hearted, full of doubt?

Or would life write notes telling stories
of popes, bushs and kings with their glory?
You should mention destruction, desaster
and time, running away just faster and faster.

Life would be singing, seeming endlessly,
we’d suppose to compose a part of the melody.
And even if some of its parts were really strong -
it wouldn’t be more than three minutes long.

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Laut einer Meldung der Süddeutschen Zeitung soll der Film “Keinohrhasen”, der momentan in den Kinos läuft, bezüglich seiner Altersfreigabe nochmals überprüft werden. Ganz meine Meinung – siehe auch den Post über den wirklich ärgerlichen Film: Link.

Freigegeben ist der Film ab 6 Jahren laut FSK (Freiwillige SelbstKontrolle der Filmwirtschaft).

In einer Szene, die ich nicht mehr selbst gesehen habe, da ich das Kino früher verlassen habe, wird detailliert ein Blow Job en minute verbal durchexerziert.
Die oberste Landesjugendbehörde in Schleswig-Holstein fordert nun, dass der Film zur Wiedervorlage zurück zur FSK geht. Als Begründung dafür führt sie besagte Blow-Job-Geschichte an – neben dieser “glänzt” der Film auch durch diverse, teils sehr abstruse, Sex-Szenen und eine fäkalienbelastete Sprache.
Die Trailer zum Film (zu finden unter diesem Link) verspricht “Die schönste romantische Komödie des Jahres”. Weichgezeichnete Bilder, viele lachende Kinder, sieht zwar ein bisschen verrückt, aber ansonsten harmlos aus. Möglicherweise, und auch nach Til Schweigers bisherigen Filmen zu urteilen, war das durchaus auch seine Absicht.
Ging aber voll daneben. Herausgekommen ist ein Film, in dem es nur um Sex geht. Und für den eine Altersfreigabe ab 6 Jahren absolut nicht zu rechtfertigen ist. Die FSK findet dennoch eine Begründung: Die sehr eindeutigen Sprüche seien absolut in Ordnung, “da sie zum einen gar nicht verstanden werden und zum anderen in der filmischen Erzählung und der Message des Films keine positive Entsprechung finden”. Man hebt hervor: “Die inhaltlich positive Orientierung des Films”.
Happy End als Rechtfertigung für 110 alles andere als jugendfreie Minuten?
Es ist bekannt, dass die FSK des Öfteren mit Einschätzungen der Eignung von Filmen für bestimmte Altersgruppen daneben liegt. Einen derartigen Fehlgriff hat sie sich jedoch schon lange nicht mehr geleistet.

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Vor vier Wochen ist André Hellmich verschwunden – wie vom Erdboden verschluckt.

Laut einem heute erschienen Artikel in der regionalen Tageszeitung Heilbronner Stimme gibt es im Fall des vermissten 18-jährigen André keine Neuigkeiten – weder gute noch schlechte. Alle, meist vagen, Spuren sind im Sand verlaufen, so der Heilbronner Polizeisprecher. Die Ungewissheit zehrt auch an seiner Familie, der ich auf diesem Wege vor allem viel Kraft wünschen möchte, mit der momentanen Ungewissheit klarzukommen.

Eine ausführlichere Fassung des Stimme-Artikels ist hier zu finden: Link.

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Auf eine Vielzahl von Empfehlungen war ich heute in Keinohrhasen, dem neuen Film von und mit Til Schweiger.
Kurzer Abriss der Story: Ludo, Idiot und Journalist bei der Boulevardzeitung “Das Blatt” (toll: Matthias Schweighöfer als spätpubertärer Paparazzo), stört Wladimir Klitschko, der gerade Yvonne Catterfeld einen Heiratsantrag machen will, indem er durch eine Glaskuppel mitten in die Torte fällt – und dabei wollte er nur die Exklusivfotos der Story kriegen.
Daraufhin verurteilt zu 8 Monaten Sozialstunden in einem Kindergarten, findet er sich in einem Dauerclinch mit Kindergärtnerin Anna (Nora Tschirner mit Riesenbrille) wieder, die noch eine Rechnung mit ihm zu begleichen hat – immerhin hat sie ihm einige Kindheitstraumata zu verdanken. Doch natürlich kommt es anders, und die beiden beginnen nach ca. 50 Minuten, sich leise für einander zu interessieren. …

Ein Kritiker schrieb über den Film, er wolle seine Zuschauer “gnadenlos unterhalten”. Der Film ist tatsächlich einfach nur gnadenlos. Gnadenlos schlecht.
Ich war sehr enttäuscht. Ich mag Til Schweiger (siehe Post) sehr, ja, und die Macho-und-Frauenheld-obwohl-Idiot-Rollen stehen ihm unglaublich gut. Zudem ist in diesem Film war wirklich die Crème de la Crème meiner deutschen Lieblingsschauspieler dabei – darunter Barbara Rudnik als Ludos Schwester, Rick Kavanian als sein Chef, Elena Uhlig.
Vor allem jedoch ein gnadenlos guter Jürgen Vogel, der sich selbst spielt. Nach einer Art scheinbarer Persönlichkeitsveränderung: Mit blonden, kinnnlangen Haaren, Silikon-Po-Implantaten und einem porzellanweißen, geraden Sonnyboy-Gebiss – zum Schreien gut!

Alles andere ist leider nur zum Heulen. Die sehr eindeutigen Anspielungen auf die Medienwelt, der beißende Humor und Wortwitz wären eine tolle Grundlage für einen angenehmen Film gewesen. Die Story wäre an sich echt gut und Stoff für eine interessante Geschichte, die Kinder sind absolut niedlich, die Farben und Bilder schön und einige Einstellungen toll gemacht.

Ich frage mich jedoch, wie die Macher eigentlich den Massengeschmack einschätzen. Und wie schlecht der Massengeschmack wohl sein muss – bei den guten Kritiken und dem Erfolg, den der Film nun seit 3 Wochen hat.
Es war wirklich nicht mehr zum Aushalten. So viele Witze unterhalb der Gürtellinie habe ich schon lange nicht mehr in so konzentrierter Form erlebt. Ok, einer oder zwei sind ja vielleicht mal sogar ganz witzig. Aber in der Dosis wurde mir nur noch schlecht.

Die Hitliste:
Häufigstes Substantiv: Sex
Häufigstes Verb: Bumsen
Häufigste Geste: Stinkefinger

Es war nicht mehr schön. Die Story so derart bewusst nach unten zu ziehen, finde ich sehr schade – noch dazu frage ich mich ernsthaft, wie solch ein Film mit FSK 6 freigegeben werden kann. Sex, Sex, Sex – in allen Ausprägungen. Ok, man muss verdeutlichen, dass auch Ludos Leben sich um nichts anderes dreht, schön, aber warum nimmt er mit diesem Denken auch noch sein gesamtes Umfeld ein?
Um noch einmal die Kritik zu zitieren: “Wenn’s dem Lachen dienlich ist, sammelt er auf niedrigem Niveau Gags ein – auch wenn mal einer daneben geht.” Ich weiß nicht, welchen Film der Kritiker gesehen hat. In meiner Version ging da mehr als einer daneben. Ja, das Kino ist schier geplatzt vor Lachen, die Meute hat gegrölt. Sorry, aber mein Niveau war das nicht.
Ich muss nicht ständig Filme à la “Schindlers Liste” sehen. Doch darum geht es auch nicht. Sondern darum, dass ich für 4,50 Euro auch einen guten Film und gute Unterhaltung geboten bekommen will. Für niveauloses Zeug unterhalb der Gürtellinie mit viel Sex kann ich mir auch einen Porno leihen.

Nach 55 Minuten waren wir weg – nach zweimaligem “ok, 2 Minuten geben wir dem Film noch, um besser zu werden”.
Er wurde nicht.

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