“Are you joining me in the pool or is it just casual friday?” – Der Januar

Gemacht (1)
Rührei bestellt
Island vermisst
Im Hotelbett gelegen
Sehr viel geschlafen
Chips gegessen
Da gewesen
Serien geguckt (Mad Men / Dr. Who / 2 Broke Girls)
Seriengucken aufgegeben (nach 2 Episoden / nach 4 Staffeln / nach einer Staffel)
Mit der Rentenversicherung telefoniert
Sehr viel gesungen
Sachen aufgenommen
Weitergemacht
Bürobier getrunken
Haare gerauft
Haare abrasiert
Fotoshooting
KLASSENFAAAAAAAHRT!
Ingwer nach Lanzarote ausgeflogen

Gehabt
Blaue Flecke
Moscow Mule mit wenig Ginger Beer
Sonnenbrand
Sardelle

Gesehen
Hannes und der Bürgermeister
Meer
Einen fast waagerechten Regenbogen direkt über dem Boden
Sonnenuntergang über den Wolken, Alta
Schnee
Stadtautobahn
Mehr Schnee

Gemacht (2)
Meer geguckt
Vermisst
Im Meer gestanden und nass geworden
Beachvolleyball gespielt
Mir beim Hinfallen derart mit dem Arm gegen den Schädel gedonnert, dass ich Sterne gesehen habe
Im Pool gebadet
Im Pool Meeting abgehalten
Sterne geguckt
Hühnersuppe gekocht
Chlorwasser geschluckt
Wichtige Sachen beredet
Umarmt
In der Hängematte gelegen
Eis gegessen
Gekocht
Pläne geschmiedet
Mercedes Vito rückwärts eingeparkt
Gearbeitet
Fotos
Temperatursturz verarbeitet
Mich einen Idioten geheißen
Ein Wiedersehen
Texte geschrieben
Mehr Fotos
Kein Foto
Über Geld geredet
Mehr Haare gerauft
Mehr gearbeitet
Das letzte Ginger Beer verschenkt
Schneespaziergang im Park
Ein bisschen verliebt, vielleicht

Gemocht
Sonne!
Eis

Gewesen
In Frankfurt
In Berlin
Auf Lanzarote
Braungebrannt
In Potsdam
Im Radio (hier zum Nachhören)

Gesagt (1)
“Ich renne jetzt los, und du sorgst dafür, dass das Feuerwerk noch da ist, wenn ich zurückkomme!”
“Herzlichen Glückwunsch zur Verlobung.”
“Wäre diese Woche ein Newsletter, hätte ich mich direkt am Montag abmelden sollen.”
“Das ist schlimmer als ein Kindergarten, in dem ein Sack Flöhe ausgebrochen ist!”
“Mein realistisches Äußeres ist nur Schein. Tief in mir drin bin ich ein Romantiker, der nur darauf wartet, auf die Menschheit losgelassen werden.”

Gesagt (2)
“Dieses Open Source-Projekt ist ein bisschen wie ein Bauernhof: hier muss jeder alles machen.”
“Are you fine?” – “I always will be.”
“We decided that you will cook tonight.”
“Gepäckausgabe?” – “Läuft!”
“Ich brauche ein Anti-Aggressionstraining.”
“Don’t date a girl who travels.”

Nicht gesagt
“Ihr heiratet???!”
“WHAT THE FUCK?!”
“WHAT THE FUCKING FUCK???!”
“Wanna date me?”

Gelernt
Jedes Mal, wenn ich Knäckebrot oder Möhren esse, bekomme ich Schluckauf.
Mir fehlen nicht die Parties, mir fehlt das Gefühl nachts auf dem Heimweg.
Sieben Leute essen verdammt viel Essen weg.
Ich kann krass schnell sprechen.

Gehört (1)
“Ein bisschen Stilbruch ist ja immer ganz gut.” – “Aber musste es dafür ausgerechnet diese Tapete sein?”
“I don’t make plans. And I don’t make breakfast.”
“Womöglich musst du einfach mehr trinken.”
“Tja, so ist das als beste Freundin. Man hat da einen Job zu tun!”
“Wir lassen die Probe ausfallen und gehen einfach gleich Bier trinken.”
Tainted Love
“Es ist schon schlimm, dass es abends so kalt ist. Man muss fast schon ein zweites T-Shirt anziehen!”
“Are you joining me in the pool or is it just casual friday?”

Gelacht
“I could rain on you any time.”
“Choo choo, Motherfucker!”
“I’m a creep, I’m a weirdo.”

Gehört (2)
“Say ‘fuck yeah high 5’!”
“Mut zum Sonnenuntergang!”
“Love the Poke!”
“Wenn du mir absagen willst, musst du dir schon ein bisschen mehr Mühe geben.”
“Ich hab mich jetzt leider gar nicht vorbereitet. Sorry!”
“We have to go drinking next week.”

Lied zum Monat
Moderat – A new Error (ja mei)

Anzahl DSLR-Fotos
3.285

Offene Fragen
Wer hat meinen Smoothie ausgetrunken?

Status
Wenn das so weitergeht …

 

Spekulatius vom Wühltisch

(Symbolbild)

Zum ersten Mal seit vielen Jahren habe ich Spekulatius nicht selbst gebacken, sondern gekauft. Am Samstag, den 14. Dezember, war ich im Supermarkt, ich wollte Milch kaufen, fand aber plötzlich den Gedanken an Kekse sehr viel interessanter. Auf dem Weg zum Keksregal kam ich an den letzten Paletten mit den Weihnachtsartikeln vorbei. Genauer: an Paletten mit den Kartons, in denen einst die Weihnachtsartikel lagen: Schokonikoläuse, Lebkuchen (mit Füllung und ohne), Marzipankartoffeln – alles ausverkauft. Enttäuscht ging ich weiter, nahm versuchsweise eine Flasche Spülmittel vom Wühltisch in die Hand, einfach nur, weil ich die grüne Farbe so schön fand, und stellte sie wieder zurück. Doch da, neben dem Spülmittel, zwischen furchterregend großen Chipstonnen und sehr böse dreinblickenden Plüschtigern, da lag ganz versteckt noch eine Packung Spekulatius, wahrscheinlich einst mitgenommen von einem hungrigen Kind und außer Reich- und Sichtweite gebracht von einem Erwachsenen, nein, du hattest heute schon deinen Adventskalender, heute gibt es nichts Süßes mehr! Zum Glück bin ich erwachsen und darf mich so oft so schlecht ernähren wie ich will. Ich warf den Plüschtigern einen bösen Blick zu, nahm die Kekse, legte sie neben Karotten und Kaffee in meinen Einkaufswagen und bezahlte. Es war kein ganz billiger Spekulatius, es war welcher, bei dem die Packung gut über drei Euro kostet, entsprechend hoffte ich doch auf eine gewisse Qualität. Zuhause räumte ich die Einkäufe in den Kühlschrank und das Vorratsregal, kochte Suppe für einen Freund, war noch einmal unterwegs und kam wieder nach Hause. Dann, spät am Abend, holte ich die Spekulatius aus dem Regal, öffnete die Packung, nahm den ersten heraus, biss hinein, er schmeckte wirklich sehr gut. Erst als ich den zweiten herausnahm, da sah ich, dass die Spekulatius nicht einfach übereinander in die Schachtel vom Wühltisch geschichtet waren, sondern eng aneinander lagen, immer zwei, Bauch an Bauch, wie zwei einander sehr zugewandte Menschen. Ich empfand diesen Gedanken auf eine gewisse Art als sehr tröstlich.

Erst am Morgen darauf beim Kaffeetrinken fiel mir ein, dass ich ja eigentlich Milch kaufen wollte.

Für alle Leute, die schiefe Horizonte, Sonne und schöne Bilder mögen

… hätte ich da was. Lautsprecher an, Kopfhörer auf, und viel Spaß.

Video description & credits:

11 cars. 21 drivers.
11 days. 2,400 miles east.
From Berlin to Astrakhan: Silkroad 2013.

This short german-russian fairytale is based on scenes shot in August / September during the first 11 days of Land Rover Experience Tour 2013 on the track from Berlin to Astrakhan.

Made with fantastic music by the following artists:
P.W&DEE — ??????? ?????
????? ???? — REKA
Aris Appaev — Uzak
?????? — ??? ?? ???????
Aris Appaev — Desire (Master Version)

With many thanks to everyone who made this journey possible and with whom I spent a great time in cars, parks and bars. And special thanks to Alex Kahl (@probefahrer) for the support.

— remember all your journeys and they will last forever.

Entlang der Seidenstraße von Berlin nach Astrachan – Teil 2, Abrechnung und ein Dankeschön

10 Tage, 4.000 Kilometer, 11 Autos und 21 Menschen, die sich noch nie begegnet sind: von Berlin nach Astrachan entlang der Seidenstraße. Eine Reise, immer gen Osten. Zu Teil 1 (Berlin-Sewastopol) hier entlang.

Nachtrag, 22.09.: und hier ist das Video zur Reise:

Tag 6: Sewastopol-Jalta

Am Morgen eine Bootsfahrt im Hafen von Sewastopol, ein Matrose, der mit freiem Oberkörper das Deck wischt. Zum Frühstück gibt es Kwas, einen Brottrunk, der wider Erwarten gar nicht säuerlich schmeckt, sondern wie abgestandene Cola.

Aufbruch und Abfahrt nach Jalta, erst off road in den Wald, dann weiter in die Berge, erstmals im Auto für eine Viertelstunde schlafen, während der Fahrer die Serpentinen hochkurvt. Größter Vertrauensbeweis unter Fahrerteams: bestanden.

Plötzlich auf 1200 m ü.NN., es ist eiskalt, ich stehe frierend am Abgrund, unser Fotograf erzählt, er habe unterwegs Brot und Honig gekauft, und fragt, ob ich auch ein Stück will. Wenige Minuten darauf an der ganzen Reisegruppe mit einem großen Honigbrot vorbeimarschieren und zwei Leute abbeißen lassen, mit dem Mitfahrer den Rest teilen.  Continue reading “Entlang der Seidenstraße von Berlin nach Astrachan – Teil 2, Abrechnung und ein Dankeschön”

Entlang der Seidenstraße von Berlin nach Astrachan – Teil 1

10 Tage, 4.000 Kilometer, 11 Autos und 21 Menschen, die sich noch nie begegnet sind: von Berlin nach Astrachan entlang der Seidenstraße. Eine Reise, immer gen Osten.

Nachtrag, 22.09.: und hier ist das Video zur Reise:

Tag 1: Berlin-Krakau

Gestern die ganze Nacht noch hektisch gepackt und morgens prompt verschlafen: um 7:10 Uhr aufgewacht, 30 Minuten später soll ich am anderen Ende der Stadt sein. Haha. Doch noch irgendwie pünktlich angekommen. Aber direkt nach dem Aufstehen mit 18kg Gepäck rennen ist wirklich nicht lustig. Beim offiziellen Start in der Botschaft des britischen Botschafters Aufmerksamkeit vorgetäuscht und mit offenen Augen geschlafen. Danach Autobahn, Autobahn, Autobahn. Ich muss erstmal nicht fahren, also turne ich im Auto herum und kundschafte aus, was wir so alles mitführen: Ordner mit Dokumenten, Berge von gefülltem Knäckebrot und – Kekse! Nach der ersten Packung Vanillekekse ist die Müdigkeit weg und ich kann selber fahren. Dann das Auto mit Hilfe einer dieser fiependen Heck-Kameras rückwärts einparken, weil man nach hinten nichts sehen kann. Sehr seltsam. Abends Stadtführung in Krakau, zum Abendessen Berge von Fleisch.

Tag 2: Krakau-Lemberg

Für den Tourfotografen morgens um 5 aufgestanden, dafür Krakau bei Sonnenaufgang gesehen. Wunderschön. Danach Abfahrt, über die Grenze in die Ukraine. Die Grenzkontrollen ziehen sich etwas, wir lernen unseren Übersetzer Dima kennen und kaufen an einer Tankstelle Kaffee und Eis für 20 Mann. Die Tankstelle schließt danach erstmal, der Tagesumsatz ist gemacht. Danach ukrainisches Eis, das wie eine riesige Milchschnitte schmeckt. Lecker. Auf der Wiese nebenan steht ein schwarzes Pferd und jemand verbrennt einen Haufen Gartenabfälle.

Dann die ersten Straßenschilder auf Ukrainisch. In Lemberg gleich großes Verkehrschaos, wir kommen direkt im Feierabendverkehr an. Alle paar Minuten einen Meter weiterrollen. Die Einwohner halten an und machen Fotos von uns und winken. Abends Stadtführung in der “schönsten Stadt im Universum” (das findet zumindest der Stadtführer). Überall Blumen in den Nationalfarben. Im Hotel Zimmer Nr. 404. Der befürchtete Error dann nachts: das Bett quietscht wie eine Horde Ratten auf der Flucht.

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