Barfuß laufen. Sand zwischen den Zehen, den Wimpern, im Bauchnabel finden. Fähre fahren. Im Meer schwimmen. Sich von der Sonne trocknen lassen. Eis essen. Kirschen essen. Salz und Sonne auf der Haut sammeln. Und Zimtschnecken. Himbeerlimonade trinken. Ein Hollandrad haben. Pferde sehen. Steine sammeln. Reiten. Die Einsamkeit der Bäume. Salzluft. Zum Aufwachen auf einem Trampolin liegen und… Continue reading Das Glück ist eine Insel
50 Nuancen von Brechreiz: E L James – Shades of Grey
Was man für 12,99 Euro kaufen kann: Knapp 13 Kugeln Eis Ghostbusters auf Blu-ray 1 Flasche Chardonnay 20 Paar Socken oder Shades of Grey von E L James. Ich habe Letzteres getan. Zwischen zwei Zügen, in einer Bahnhofsbuchhandlung in einer großen norddeutschen Stadt. Warum ich es gekauft habe? Nennen Sie es Neugier, nennen Sie es… Continue reading 50 Nuancen von Brechreiz: E L James – Shades of Grey
Le cœur est un oiseau
Die letzten 8 Monate waren voller wichtiger und unwichtiger Termine, Gespräche, Telefonate, E-Mails, Dates und Nichtdates, Nächte in Küchen, zu viele Abschiede, zu viele Klausuren, zu wenig Schlaf, zu wenig Privatleben, Projekte, Projekte, Projekte, das war alles gut und wichtig. Und dann diese Heimwege, ein Irrlichtern zwischen leise knackenden Gaslaternen. Und all diese Entscheidungen. All… Continue reading Le cœur est un oiseau
M.
Ich sah den langen Flur entlang. Grauer PVC-Boden mit Schleifspuren von Birkenstock-Sandalen und Betten, weiße Rauhfasertapete. Wir sind jetzt in Containern, bis der Neubau fertig ist, hatten sie gesagt, noch zwei Jahre, und du kannst gleich mitgehen, am Ende des Gangs ist dein Zimmer. Kopfschütteln änderte jetzt auch nichts mehr, also nickte ich, hievte den Riemen… Continue reading M.
*Juni
Gemacht Gehüpft, getanzt, gelacht, gefreut. Abitur. Die Abirede gehalten. Gedacht Nie wieder Salatgurke. Gesagt Wer Rock trägt, hat Recht. Es ist nicht die Stadt. Es sind die Menschen. Gelernt Ruderboote stehen mir sehr gut. Die eigene Stimme klingt im Fernsehen immer so, dass man sich wünschte, es wäre nicht die eigene Stimme. Manchmal muss etwas… Continue reading *Juni
So still, so still, so still die Nacht
. [haiku url=”https://dl.dropbox.com/u/25592547/sostilldienacht.mp3″ title=”(hörbar)” dl=”0″] Sie öffnete die Augen, blinzelte, sah in die Dunkelheit und horchte. Die Nacht war schwarz und mondenlos, der Baum vor dem Fenster im Dunkel verschwunden. Sie hatte die Flügel der Fenster weit geöffnet, es wehte kein Wind, die Vorhänge hingen träge herunter, sie lauschte, ob sie nicht doch irgendetwas hören… Continue reading So still, so still, so still die Nacht
Paulo Coelho sagt zu einer Zeitung kluge Dinge über das Internet und die Zeitung begreift es nicht. Dafür hat die Zeitung bald ein Leistungsschutzrecht, weshalb ich über all das fast nicht geschrieben hätte.
Jeden Sonntag gehe ich morgens in einen Kiosk um die Ecke und kaufe zwei Zeitungen, die zusammen 6,50 € kosten, die Zeitungen klemme ich mir unter den Arm, meist lese ich schon im Gehen, auf dem Weg in ein Café. Da sitze ich dann immer, so lange, bis ich alle Artikel gelesen habe. Der erste… Continue reading Paulo Coelho sagt zu einer Zeitung kluge Dinge über das Internet und die Zeitung begreift es nicht. Dafür hat die Zeitung bald ein Leistungsschutzrecht, weshalb ich über all das fast nicht geschrieben hätte.
MAN HAT MIR EIN PONY VERSPROCHEN
Bekanntermaßen wohne ich seit geraumer Zeit im Ghetto. Seit meinem Umzug hierher mag auch mein Hang zu Aggressionen und Ghettosprache etwas gestiegen sein, aber wenigstens zwischen 9 und 20 Uhr bin ich in der Regel sozialverträglich (an Werktagen). Aber jetzt rege ich mich auf. Ich rege mich SOWAS VON AUF. ICH REGE MICH SO AUF, DASS ICH AUSRASTEN… Continue reading MAN HAT MIR EIN PONY VERSPROCHEN
Erst wenn es vorbei ist, weiß man, wann es anfing aufzuhören.
Die 89. Minute. Die blinkende Tankfüllstandsanzeige. Fade-Out. 1%. Der Abspann. Das Stechen in der Lunge. Gelb. 23:59 Uhr. Das erste Wort auf der letzten Seite. Das Glas fast leer. Der Teller auch. Die knarzenden Treppenstufen. Der letzte Meter. Fünf vor zwölf. Drei, zwei, eins. Die vorletzte Scheibe Brot. Letzter Akt, erste Szene. 03 Minuten und 29… Continue reading Erst wenn es vorbei ist, weiß man, wann es anfing aufzuhören.
Hätten wir gleich beim Einzug eine Elefantenfalle aufgestellt, wäre das alles niemals passiert.
Es war ein normaler Abend nach einem gewöhnlichen Tag, ich nahm den selben Weg wie immer, ging durch die selben Straßen und sah die selben Leute vor den Cafés, die selben Hundehaufen wie immer. Durch den Park, über die Grünstreifen, ich las die Zeitung, ab und an sah ich auf und an den Bäumen fehlten… Continue reading Hätten wir gleich beim Einzug eine Elefantenfalle aufgestellt, wäre das alles niemals passiert.