Und es war Sommer

Es war im Sommer vor drei Jahren, als Gustav eines Abends vorschlug, ein Auto zu mieten. Wir saßen in seiner WG am Küchentisch, der Küchentisch war eigentlich nur ein niedriger Couchtisch, wir saßen auf den beiden alten Sofas, die Gustav und zwei seiner schwedischen Freunde eines Nachts auf dem Heimweg von einer Party an einer… Continue reading Und es war Sommer

Bloggeburtstag: Das Wunder wird 5.

In der Sommernacht, als diese Seite zur Welt kam, war ich nachts um 3 auf einem kleinen Flughafen gelandet. Zurück in Deutschland nach einer Woche in London, setzte ich mich in mein Auto, fuhr noch bei jemandem vorbei, den ich sehr gern hatte, warf leise einen langen Brief, dicht beschriebene und bemalte Blätter, in seinen… Continue reading Bloggeburtstag: Das Wunder wird 5.

So still, so still, so still die Nacht

. [haiku url=”https://dl.dropbox.com/u/25592547/sostilldienacht.mp3″ title=”(hörbar)” dl=”0″] Sie öffnete die Augen, blinzelte, sah in die Dunkelheit und horchte. Die Nacht war schwarz und mondenlos, der Baum vor dem Fenster im Dunkel verschwunden. Sie hatte die Flügel der Fenster weit geöffnet, es wehte kein Wind, die Vorhänge hingen träge herunter, sie lauschte, ob sie nicht doch irgendetwas hören… Continue reading So still, so still, so still die Nacht

Erst wenn es vorbei ist, weiß man, wann es anfing aufzuhören.

Die 89. Minute. Die blinkende Tankfüllstandsanzeige. Fade-Out. 1%. Der Abspann. Das Stechen in der Lunge. Gelb. 23:59 Uhr. Das erste Wort auf der letzten Seite. Das Glas fast leer. Der Teller auch. Die knarzenden Treppenstufen. Der letzte Meter. Fünf vor zwölf. Drei, zwei, eins. Die vorletzte Scheibe Brot. Letzter Akt, erste Szene. 03 Minuten und 29… Continue reading Erst wenn es vorbei ist, weiß man, wann es anfing aufzuhören.

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Hätten wir gleich beim Einzug eine Elefantenfalle aufgestellt, wäre das alles niemals passiert.

Es war ein normaler Abend nach einem gewöhnlichen Tag, ich nahm den selben Weg wie immer, ging durch die selben Straßen und sah die selben Leute vor den Cafés, die selben Hundehaufen wie immer. Durch den Park, über die Grünstreifen, ich las die Zeitung, ab und an sah ich auf und an den Bäumen fehlten… Continue reading Hätten wir gleich beim Einzug eine Elefantenfalle aufgestellt, wäre das alles niemals passiert.

Hamburg ist eine schöne Stadt

Samstag Nachmittag, sechzehn Uhr siebenunddreißig. Ihre Anschlussmöglichkeiten. Ich stieg aus dem Zug, ging den Bahnsteig entlang, die Treppen hoch, zum Ausgang. Taxistand. Ich stieg ein, ich sitze immer hinten rechts, ich suchte nach der Nachricht mit seiner Adresse. Wir fuhren los. Ich öffnete die Fensterscheibe, lehnte den Kopf gegen die Tür, machte die Augen zu und atmete… Continue reading Hamburg ist eine schöne Stadt

Die Liebe in Zeiten der drohenden Nuklearkatastrophe

. [haiku url=”http://dl.dropbox.com/u/25592547/liebe_in_zeiten_der_nuklearkatastrophe.mp3″ title=”hörbar” dl=”0″] Für dich habe ich letzten Monat die Sonntagszeitung abonniert. Heute früh wurde ich wach, ich lag auf dem Bauch und die Sonne schien durch die Haarsträhne vor meinen Augen, ich machte die Augen gleich wieder zu, ich strich mit einer Hand über die Matratze, die Stelle neben mir war leer.… Continue reading Die Liebe in Zeiten der drohenden Nuklearkatastrophe

Man muss gar nicht Gitarre spielen können, es reicht schon, wenn man den Moment kennt, ab dem die Musik ganz laut sein muss

Er gießt Wodka in ein Glas und stellt es vor mir hin. Es ist Freitag Abend, irgendwann nach Mitternacht. Die Straßen sind voller Menschen. Auf dem Weg hierher habe ich den Kragen meines Trenchcoats hochgeklappt und meinen Hut tief in die Stirn gezogen. Ich trinke einen Schluck. Wie läuft’s bei dir?, frage ich ihn, und… Continue reading Man muss gar nicht Gitarre spielen können, es reicht schon, wenn man den Moment kennt, ab dem die Musik ganz laut sein muss