On Friendship

For the heart with no companion For the soul without a king For the prima ballerina Who cannot dance to anything — Leonard Cohen It’s a weekday night in very late autumn / early winter (the boundaries are blurred) in Berlin. It’s just past 10pm, the temperature outside is 6°C, and it’s been raining a […]

Die Könige der Nacht tragen Augenringe

Das Bett: zu groß, zu klein, zu hart, zu weich. Die Vorhänge: zu auf, zu zu. Die Decke: zu leicht, schwer, warm, dünn. Linke Seite, rechte Seite, auf dem Bauch. Hin- und herdrehen und zurück. Kissen aufschütteln. Kissen plattliegen. Aufgeben, aufstehen, die Decke hinter einem her-, aufs Sofa umziehen. Hin- und herdrehen und zurück. Aufgeben, […]

Spekulatius vom Wühltisch

(Symbolbild) Zum ersten Mal seit vielen Jahren habe ich Spekulatius nicht selbst gebacken, sondern gekauft. Am Samstag, den 14. Dezember, war ich im Supermarkt, ich wollte Milch kaufen, fand aber plötzlich den Gedanken an Kekse sehr viel interessanter. Auf dem Weg zum Keksregal kam ich an den letzten Paletten mit den Weihnachtsartikeln vorbei. Genauer: an […]

Cela

Und dann die Rituale. Den Schlüsselbund herausziehen, den Schlüssel finden, die erste Tür aufstoßen. Den Briefkasten öffnen, die Post noch im Treppenhaus durchsehen, die Stufen zählen, die Wohnungstür aufschließen, vorbeigehen am Fahrrad, das immer noch im Flur steht. Gepäck in eine Ecke werfen, die Fenster öffnen, in den Sessel fallen und eine Zigarette rauchen. Das […]

Einem Freund

Lieber Freund, tl;dr: du musst da jetzt durch. Es gibt diese Art von Briefen, die man Leuten meist dann schreibt, wenn sie aus dem eigenen Leben verschwunden oder tot sind. Genau deshalb gibt es da ein paar Sachen, die ich dir einfach sagen will, jetzt, wo du da bist und sie lesen kannst. Ich weiß, […]

M.

Ich liege im Bett und denke an D. und E. aus M.. Die beiden traf ich am Flughafen LHR, es war der Tag, als ein Flugzeug brannte und wir nicht nach Hause konnten. Wir mussten noch eine Nacht bleiben, fanden uns spontan sympathisch, der Grund war wohl, dass wir in der selben Warteschlange standen, ich […]

Lichtbrechung (and so are we)

Um die Mittagszeit wieder Brot, Schinken, Käse, Auberginen im Café. Die beiden Besitzerinnen haben außergewöhnlich tiefe Stimmen, ich mochte es, wenn ich sie auf die Ferne mit den Gästen plaudern hörte, obwohl oder weil ich sie kaum verstand, der Klang war angenehm, ich bezahlte und gab mehr Trinkgeld als der Reiseführer üblich nennt. Danach war […]

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