Da und dort in den Wiesen blüht es. Ein gelber Busch wie ein Feuerwerk. Eine Magnolie blüht. Aber auf den Bergen gegenüber liegt immer noch Schnee. Die Bläue darüber wie Bläue über dem Mittelmeer. Die Wälder sind noch nicht grün sondern braungrau, wie das Fell eines Hasen, man möchte den ganzen Hang einmal streicheln. (Gestern… Continue reading Man möchte den ganzen Hang einmal streicheln
Hamburg ist eine schöne Stadt
Samstag Nachmittag, sechzehn Uhr siebenunddreißig. Ihre Anschlussmöglichkeiten. Ich stieg aus dem Zug, ging den Bahnsteig entlang, die Treppen hoch, zum Ausgang. Taxistand. Ich stieg ein, ich sitze immer hinten rechts, ich suchte nach der Nachricht mit seiner Adresse. Wir fuhren los. Ich öffnete die Fensterscheibe, lehnte den Kopf gegen die Tür, machte die Augen zu und atmete… Continue reading Hamburg ist eine schöne Stadt
Ich will der Zeit beim Stillstehen zusehen
Ich will Sand sammeln in meinem Bauchnabel, in meinen Händen, zwischen meinen Zehen, ich will warten, bis der Wind kommt, die Augen schließen und den Sand aus meinen Händen werfen, mit aller Kraft, die ich aufbringen kann, ich will die Augen öffnen und sehen, wie er weit weit weg fliegt, bis ich ihn nicht mehr… Continue reading Ich will der Zeit beim Stillstehen zusehen
Wo sollen wir hin, was sollen wir tun, was soll das alles, und wer übernimmt die Verantwortung?
Um sieben Uhr gehe ich jeden Morgen aus dem Haus. Das Haus steht nördlich eines großen Parks, der Park liegt in einer Stadt, die seit Jahren Hauptstadt sein will. Sieben Tage die Woche bin ich in dieser Stadt unterwegs, meist zwölf, manchmal auch fünfzehn oder zwanzig Stunden. Seit über fünfzehn Jahren warte ich. In all… Continue reading Wo sollen wir hin, was sollen wir tun, was soll das alles, und wer übernimmt die Verantwortung?
Im Übrigen
I hate blogs. Blogs are for angry people who are sitting at their computer with a glass of wine at midnight with nothing better to do. (aus: Clients from Hell, Mai 2010) .
Die Liebe in Zeiten der drohenden Nuklearkatastrophe
. [haiku url=”http://dl.dropbox.com/u/25592547/liebe_in_zeiten_der_nuklearkatastrophe.mp3″ title=”hörbar” dl=”0″] Für dich habe ich letzten Monat die Sonntagszeitung abonniert. Heute früh wurde ich wach, ich lag auf dem Bauch und die Sonne schien durch die Haarsträhne vor meinen Augen, ich machte die Augen gleich wieder zu, ich strich mit einer Hand über die Matratze, die Stelle neben mir war leer.… Continue reading Die Liebe in Zeiten der drohenden Nuklearkatastrophe
Man muss gar nicht Gitarre spielen können, es reicht schon, wenn man den Moment kennt, ab dem die Musik ganz laut sein muss
Er gießt Wodka in ein Glas und stellt es vor mir hin. Es ist Freitag Abend, irgendwann nach Mitternacht. Die Straßen sind voller Menschen. Auf dem Weg hierher habe ich den Kragen meines Trenchcoats hochgeklappt und meinen Hut tief in die Stirn gezogen. Ich trinke einen Schluck. Wie läuft’s bei dir?, frage ich ihn, und… Continue reading Man muss gar nicht Gitarre spielen können, es reicht schon, wenn man den Moment kennt, ab dem die Musik ganz laut sein muss
Du, ich und das Meer: Gewinne einen Hauptgewinn
Die Autorin dieser Zeilen sitzt in diesem Moment, beim Verfassen derselben, in einem überaus niedlichen Café weit außerhalb der Tore Berlins. Fern von zuhause, ganz nah am Meer den Kopf ein bisschen freikriegen, vor allem aber sehr viel arbeiten und noch mehr schreiben – das ist der Plan. Und weil die Plätzchenaktion schon so lange… Continue reading Du, ich und das Meer: Gewinne einen Hauptgewinn
Wegweh
. [haiku url=”http://dl.dropbox.com/u/25592547/Wegweh.mp3″ title=”hörbar” dl=”0″] Meine Augen laufen die Schienen entlang, ich zähle die Schwellen, bis sie verschwimmen und verschwinden. Zu viele Bilder pro Sekunde, als der Zug schneller fährt, und die Bäume an der Strecke verschwimmen zu einem einzigen Grün. Strommasten, Felder, Hochspannungsleitungen, Feldwege, Häuser, Gleisbetten, Hochhäuser, Autobahnen, der Zug wird langsamer, bleibt stehen.… Continue reading Wegweh
Wir waren uns ein Seismograph
Am vorletzten U-Bahnhof vor dem Ende der Welt (das Ende der Welt ist dort, wo Brandenburg beginnt) steht es in großen schwarzen Lettern auf einer Wand. SIE LIEBT DICH. – Es war Abend und die Welt tat, was sie zu tun hatte: weit draußen rauschte ein Zug vorbei, irgendwo hockte ein Vogel und sang heiser… Continue reading Wir waren uns ein Seismograph