++Update Die Gewinner wurden benachrichtigt.
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Weihnachten rückt drohend näher, und im Hause Honig zog der Wahnsinn ein wurde die Küche verwüstet gebacken. Plätzchen. Zwölf Kilo. Jedenfalls: das will kann niemand alleine essen (ganz abgesehen davon), außerdem Karma und Internetmenschensindsuper und “lieber Weihnachtsmann, na klar war ich ein braves Mädchen dieses Jahr“.
Tadadadaaaaaa:
Ich verschenke zwei Plätzchenpakete.
Und das geht so: Wenn du eines davon haben möchtest, schreib’ einen Kommentar mit Ego und sozialem Touch.
Für die Egonummer muss rein, warum du, und zwar nur du, so ein Paket haben musst.
So weit, so billig, so öde. Dann fehlt nur noch der soziale Teil. Weil nämlich ich auch ein bisschen Freude haben mag, weil Winter (Vor)Lesezeit ist und weil ich grade ein enormes Kitschdefizit habe, will ich in dem Kommentar auch ein Gedicht lesen. Selbst verfasst, oder das liebste Lieblingsgedicht aller Zeiten.
ICh und zwar nur Ich, sollte die Plätzchen gewinnen, weil ich seit 3 Monaten nichtmehr zuhause wohne und im Plätzchen backen unterste Schublade bin. Ausserdem fehlen mir die Plätzchen von Mama und die bekomm ich erst wieder an Weihnachten. Und noch dazu kann ich dann erzählen, dass ich Plätchen von der tollsten Bloggerin der Welt zuhause habe!
Mein kleines Gedicht ist schon ganz alt aber dafür hab ich es selber geschrieben. Es ist das beste das mir einfiel:
Wär das Leben nicht so schwer,
hätt ich ein Haus am Meer,
ne hübsche Frau, drei Kinder,
Hahn und Huhn und vier Rinder.
Ich wünsche mir schonmal Glück 😀
12 Kilogramm? Habe ich das richtig gelesen? Oder 12 Kilo-Plätzchen? Jedenfalls war ich nach 4 kg schon froh, dass ich die meisten dann verschenken konnte… die große Plätzchen-Lust bricht dann vermutlich so gegen Jahrenswechsel wieder aus 🙂
Ich möchte die Plätzchen gerne haben, weil ich sie, wie Du, teilen will. In meinem Fall mit Kindern, die an Weihnachten normalerweise außen vor bleiben.
Mein Spontangedicht dazu:
niemand sein
und trotzdem lachen
Kerzenschein
und Kindersachen
wir können erst geben
wenn wir etwas abzugeben haben
auch wenns keiner weiß
durch diese kleinen Gaben
kommt das Gefühl, dass Du bist
und darf Weihnachten endlich sein
was es ist
Also,
ich bin ja so schlecht im Backen, dass ich auch noch mit 45 auf Spender_innen angewiesen bin. Und im Dichten bin ich auch nicht gut, daher hab ich so wenige Chancen, dass es SEHR weihnachtlich wäre, wenn ein Außenseiter gewinnen würde 🙂
Wenns draußen stürmt
wenns draußen schneit
dann ist es hoffentlich
bald soweit
Das jemand mit dem
Namen Miel
knetet und formt
und zwar sehr schnell
(offenbar)
und Brädle (badisch!) unter
die Leute bringt.
Des isch schee!
Und wenn sie schmecken
wie sie aussehn
dann kanns werden
für jede(h)n
Advent, Weihnachten und
Neujahr
noch schönes als
mit Engelshaar
Ich will diese plätzchen, weil ich dieses Jahr zum Backen wohl nicht mehr kommen werde. Und meine Oma weil sie die Krankheit meines Opas so mitnimmt dieses mal meine Lieblingsplätzchen nicht backen wird. Deine würden mir daher helfen das Jahresende schöner zu gestalten. <3
Hier nun der zweite Teil:
Auf Weihnachten freut sich jedes Kind
Drum schick mir Plättchen ganz geschwind.
Dann wird auch mein Fest schöner sein.
Auch wenn ich find' keinen tollen Reim.
Auch falls ich nicht gewinne möchte ich dir sagen, das das eine super idee von dir ist.
Glg moonylein
Bei mir ist es so:
Ich kann entweder gut backen, oder glücklich sein. Beides zusammen geht nicht.
Und da ich seit fast zwei Jahren einen Mann an meiner Seite habe, kann ich ihm zu Weihnachten nicht mal Plätzchen backen…
Bitte änder das doch für mich!
Hier mein Lieblingsgedicht,
aus dem Buch “vielleicht lieber morgen”:
Auf einem gelben Stück Papier, grün liniert,
schrieb er ein Gedicht
Und er nannte es „Chops“
Denn das war der Name seinem Hundes
Und nur darum ging es.
Und sein Lehrer gab ihm eine Eins
Und einen goldenen Stern
Und seine Mutter klebte es an die Küchentür
Und las es seinen Tanten vor
Das war das Jahr, als alle Kinder
Mit Father Tracy in den Zoo fuhren
Und sie sangen mit ihm im Bus
Und seine Schwester kam auf die Welt
Mit winzigen Zehennägeln und kahl
Und seine Eltern küssten sich oft
Und das Mädchen um die Ecke schickte ihm
Eine Valentinskarte mit vielen „X“-en
Und er fragte seinen Vater, was diese zu bedeuten hätten
Und sein Vater brachte ihn am Abend ins Bett
Und war immer da, um das zu tun.
Auf einem weißen Stück Papier, blau liniert,
schrieb er ein Gedicht
Und er nannte es „Herbst“
Denn es war gerade Herbst
Und nur darum ging es
Und sein Lehrer gab ihm eine Eins
Und sagt, er solle präziser schreiben
Und seine Mutter klebte es nicht an die Küchentür
Denn die war gerade frisch gestrichen
Und die anderen sagten ihm,
dass Father Tracy Zigaretten rauchte
Und sie in der Kirche fallen ließ
Und manchmal brannten sie Löcher in die Bänke
Das war das Jahr, als seine Schwester eine Brille bekam,
mit dicken Gläsern und schwarzem Gestell
Und das Mädchen um die Ecke lachte ihn aus,
als er mit ihr auf den Weihnachtsmann warten wollte
Und die anderen sagten ihm,
warum seine Eltern sich so oft küssten
Und sein Vater brachte ihn abends nicht mehr ins Bett
Und sein Vater wurde wütend,
als er ihn weinend darum bat
Auf einem Blatt aus seinem Notizbuch
Schrieb er ein Gedicht
Und er nannte es „Unschuld : Eine Frage“
Denn das war die Frage, die seine Freundin betraf
Und sein Lehrer gab ihm eine Eins
Und sah ihn lange und seltsam an
Und seine Mutter klebte es nicht an die Küchentür,
denn er zeigte es ihr nicht
Das war das Jahr, als Father Tracy starb
Und er vergaß, wie das Glaubensbekenntnis ging
Und er erwischte seine Schwester,
wie sie hinterm Haus herumknutschte
Und seine Eltern küssten sich nicht mehr
Und schwiegen sich an
Und das Mädchen um die Ecke trug zu viel Make – Up
Sodass er husten musste, wenn er sie küsste,
aber er tat es trotzdem,
weil es das war, was man halt tat
Und um drei Uhr morgens brachte er sich ins Bett,
während sein Vater nebenan schnarchte
Auf einem Stück brauner Papiertüte
Versuchte er sich an einem Gedicht
Und er nannte es „Absolut nichts“,
denn nur darum ging es wirklich
Und er verpasste sich selbst eine Eins
Und einen Schnitt in jedes Handgelenk
Und er klebte es an die Badezimmertür,
denn er glaubte nicht, dass er es noch
bis zur Küche schaffen würde
Ich wünsche Dir eine tolle Adventszeit und schöne Weihnachten!
Anna*
Ich will die Kekse, da ich glaube, dass Du nicht backen kannst. Oder Du hast sie vergiftet. Das will ich natürlich testen.
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Könnte ich Welten erschaffen.
Jeder Tag, der um mich zieht,
gleicht stumm einer Fassade.
Das Würden, Wollen, Sollen,
biegt mir den Weg gerade.
Mit Feuer würd’ ich spiel’n,
und dann das Geld verbrennen.
Spiegel in der Welt aufstellen,
dass Menschen sich erkennen.
Mit Luft wollt’ ich noch spielen,
um alles Trübsal wegzublasen
und Staub von Welt befreien,
was Götter einst auslasen.
Mit Wasser sollt’ ich spielen,
und Tränen gleich wegwaschen;
damit Früchte des Glücks säen.
Von diesen dann auch naschen.
So würd, so wollt, so sollt ich,
doch bin ich gewiss kein Gott.
Vielleicht in der eig’nen Welt,
doch dort ist alles Schrott.
Warum ich?! Weil ich am 8. Geburtstag habe und ich dieses Jahr noch keinen selbst gebackenen Keks gegessen habe. Was ziemlich traurig ist. Miel’s Kekse sind bestimmt auch ohne Honig ziemlich lecker. Aber das muss ich erst herausfinden. GIB MIR KEKSE!
Jetzt soll ich auch noch reimen, um Kekse zu kriegen
Dann müssen Sie auch gut sein, ja, ich will sie lieben
Ein Plätzchen, groß oder klein
In mein Mund passt immer eins mehr rein
Ein Packet voller Plätzchen, dass wäre toll
Fast wie eine Traumhochzeit mit Linda de Mol
Also her damit, sonst komm ick nach Berlin
Bitte viele Kekse – statt Vitamin
ICH WILL KEKSE!
Nick – ich kann nicht reimen, sonst wäre ich schon längst rein richtig cooler Hip Hopper, Yo!
PS: ich wünsche ein schönen Nikolaus!
Ich mag die Kekse am Fensterbrett essen. An letzten Winter denken. Ich mag sie mit dir teilen. Das Bett voller Krümel, Schokolade an den Fingern. Dir vorlesen. Immer wieder. Das will ich.
Das allerliebste Gedicht auf der ganzen Welt:
deine grenzen höhen täler
küstenwind und alpenglühn
mittagshitze nebelnachtblau
stille wellentodezähler
frühling heidebodengrün
winter großstadtfelsengrau
unsre staatsform lippenbogen
unsre sprache gänsehaut
währungseinheit augenblick
dir, könig, maßlos ich gewogen
fingerspitzennah vertraut
von dir gibt es kein zurück
schlafen, küstenwind im nacken
morgens wimpern voller sand
schwarz von deines feuers rauch
glänzen meiner krone zacken
schnee und tau in meiner hand
tannennadeln auf dem bauch
und ein schiff wir uns dann falten
einmal noch vom mondlicht trinken
taschen voll von unserm geld
hamburg, hafen, hände halten
um gemeinsam zu versinken
in der ausmessung der welt.
Das eigene, in Prosa:
Sie saßen draußen auf dem Balkon und rauchten.
Eine nach der anderen. Abundzu flog eine einsame Taube vorbei.
„Eines Tages…“ begann er. „Eines Tages…“
„Ja“ sagte sie. „Eines Tages.“
Dann schwiegen sie wieder.
„Weißt du“ begann er wieder, „wenn nur dieser Piss von Regen aufhören würde.“
„Ja“ seufzte sie und nippte an ihrem Bourbon. „Eines Tages wird er das bestimmt.“
Dann schwiegen sie wieder und eine einsame Taube flog vorbei.
ich hab ja am wochende kekse gebacken. mit zu viel butter und zu viel salz. es waren die ersten in meinem leben. naja da passieren missgeschicke. sind deine besser? 😉
in der fünften klasse habe ich mein, nein das weltweit beste gedicht geschrieben. sind die ohren gespitzt?
anna aß ananas am ast
ast ab
annas arm aua.
meine lehrerin hielt das für qualitativ wertvoll.
ich bin diejenige, die die plätzchen am allerwenigsten braucht, weil ich selbst leckere gebacken hab, allerdings nur ein kilo. da immer die, die es am wenigstens brauchen, das schönste kriegen, sollte ich also die plätzchen kriegen. das ist klar! hier nun eines meiner lieblingsgedichte (es ist nicht von mir, obwohl ich selbst ja auch genug dichte):
Stopping by Woods on a Snowy Evening
Whose woods these are I think I know,
His house is in the village though.
He will not see me stopping here,
To watch his woods fill up with snow.
My little horse must think it queer,
To stop without a farmhouse near,
Between the woods and frozen lake,
The darkest evening of the year.
He gives his harness bells a shake,
To ask if there is some mistake.
The only other sound’s the sweep,
Of easy wind and downy flake.
The woods are lovely, dark and deep,
But I have promises to keep,
And miles to go before I sleep,
And miles to go before I sleep.
Robert Frost
ich grüße
Ich liebe Kuchen und Kekse. Leider hat es in diesem Jahr erst zu eigenen Kuchen-Backversuchen gereicht. Bei Keksen, gerade zu Weihnachten, bin ich auf andere begabte und spendable Bäckerinnen oder Bäcker angewiesen. Beim Keksebacken bin ich noch so mutig wie ein Zinnsoldat in der Verpackung.
Und jetzt noch ein Gedicht:
Wo ist der Mensch, den ich gerade brauche?
Mir ist illegitim traurig zu Mut.
Als läge meine Traurigkeit im Bauche.
Ach, welche Menschen sind denn eigentlich gut?
Ich kann es mir im Grunde nicht verhehlen,
Daß ich jetzt böse grüble über die,
Die augenblicklich mir gerade fehlen.
Und kämen sie: Wie schroff empfing ich sie!
Mißtrauisch würde selbst mein Loben klagen,
Und wenn ich sänge, wie ein Vogel singt.
Auch käme ich gar nicht darauf, zu fragen,
Ob sie nicht just auch einen von den Tagen
Durchgrübeln, da uns alles schmal mißlingt.
Joachim Ringelnatz
ICH ICH ICH und nur ICH muss diese Plätzchen bekommen, weil ich ein direkter Nachfahre des Krümmelmonsters bin. So jetzt ist es raus…
und nun zum Reim
wunderschön aber selten
schreib oft von anderen Welten
doch sind diese Welten irgendwo wahr
so ist auch mir klar
das es so nicht weitergehen kann
drum liebe miel lass mich an deine Plätzchen ran
schick sie mir rüber zu meinem plaisir
und ich fall darüber her wie ein Tier
so hab ich jetzt gewonnen?
Gruß von eimem immer wieder gern Leser
Chris
An diesem kalten Wintermorgen
wachte sie auf, ganz ohne Sorgen
Hinauszublicken war kein Muss
die ganze Welt mit Zuckerguss.
Bedeckt, verklebt und zugeschneit
in der Küche leck’re Dinge bereit
Sie musste ständig an ihn denken
ganz ohne sich dabei zu verrenken
Es war der Franz mit seinen feinen Brötchen
denn wollte sie haben, das gerissene Mädchen
Taumelnd wild buk sie sodann
gegen alle Zweifel an
Der Franz, der eisig wilde Hund
dem sollten sie schmelzen, die Küchlein, in seinem Mund
Nüsse, Früchte, Marzipan
ja, das war die richt’ge Bahn
Willig würde er ihr werden
benommen von süßer Lust nicht so recht merken
wie mild gewobener Mürbeteig
ihm langsam nahm die Eitelkeit
Ihre Leckereien würd’ er genießen
irgendwann einfach seine Augen schließen
Und in schmelzend weicher Schokolade
er seine Lippen sodann bade.
Nicht ahnend, dass die bittersüßen Wohlgenüsse
nichts and’res waren als ihre Küsse …
Ich muss sagen, diese Egonummer
macht mir schmerzlich komisch Kummer.
Warum sollt wohl ich es sein
der sich fährt dein Päckchen rein
Genügen meine Reime nicht?
sollt’ ich sein ein böser Wicht?
So ist es nun mal deine Wahl
So bleibe ich zurück – in Qual.
egoismus pur:ich müüüüüsste kekse backen,würde aber bei drei kindern lieber mal die füße hochlegen 😉 zumal am 1. die kleinste geburtstag hatte (=2 torten) , am 4. taufe war (=1 torte,1 kuchen) und am 11. meine andere tochter geburtstag hat (=kuuuchen) und am 18. kinderparty (=…na? genau 😉 ) und ich iiiirgendwie keine lust mehr habe auf backen ,zumal meine arthritis in den händen (gibt es nen mitleidsbonus ?*sfg*) mir gerade wie ein teufel auf der schulter sitzt und flüster “lass backen , die sehen gut aus , die sehen lecker aus ,das päkle MUSS zu dir!!!” ,also schreibe ich hier 😉
im dezember möchte ich lesen beim kekseschmaus,
etwas vor,eine weihnachtsgeschicht’,meiner lausemaus .
statt backen und schwitzen,
soll meine küche blitzen ,
ich bleibe einfach ge,ütlich hier sitzen ….
und im kerzenschein denke ich mir
“ach wär’das keksepaket doch schon hier !”
advent advent ein lichtlein brennt ,
erst eins ,
dann zwei ,
dann drei ,
dann vier
und dann ist das plätzchenpaket bei mir :op
Ich möchte deine Kekse nicht, eigentlich mochte ich noch nie wirklich gerne diese Weihnachtskekse… aber ich möchte, dass du sie für mich an jemanden schickst, dem ich noch für den Dezember Kekse versprochen habe… und jetzt ist noch was Zeit, aber es wäre ja schon nett, wenn du auf diese Art und Weise 2 Menschen mit einem Paket glücklich machen könntest, oder nicht?
Dichten kann ich ebenfalls nicht, aber ich kann dir den Anfang einer Geschichte erzählen, und wenn du mich auswählst, erfährst du wo der Rest steht. Das Buch dazu steht 2mal im Regal, falls eines mal sich überlegt abzuhauen, damit eines noch da ist:
Verlaufen:
Wir hatten uns verlaufen, in den Dünen, die Frau meiner Träume und ich. Das Meer rauschte, und wir redeten kein Wort. Seit einer halben Stunde redeten wir kein Wort. Ich war unendlich weit wer, ich hätte noch Stunden durch die Gegend laufen können., ich war allein auf der Welt.
och man, bei den ganzen guten Gedichten hab ich ja gar keine Chance…
herzlichen glückwunsch den gewinnern 😉
Vielen Dank euch allen fürs Mitmachen, für die großartigen Begründungen, die Gedichte und Kommentare.
Die beiden Hauptgewinne gehen an Wolke und Anna Stern. Und weil ich leider nicht nein sagen kann und ein ganz furchtbar weiches Herz habe, gab / gibt es noch vier geheime Sonderpreise der Jury.
Ich wünsche euch allen drei schöne letzte Wochen im Jahr 2011. Und: auf bald!