Der Text heißt

Der Text heißt als ich fliegen konnte, er besteht nur aus diesem Satz und dann hört er auch schon auf.

Deshalb schreibe ich jetzt keine Texte mehr, dafür kicke ich mit Schwung Kronkorken unters Sofa, während ich vermeide, auf meine Hände zu sehen, ich habe lang aufgehört, an meinen Nägeln zu kauen, jetzt lackiere ich sie rot und sehe jeden Tag zu, wie der Lack wieder abblättert, es sind Gebrauchshände, mit Ölflecken und Brandspuren und Schnittwunden, das wächst alles wieder raus und zu und schon bevor es sich ganz verwachsen hat, vergesse ich, woher es kam, so einfach geht das, wenn nur ausreichend passiert, wenn man nur dafür sorgt, dass ausreichend viel passiert, wenn man nur Schubladen aufreißt und Neues hineinstopft und das Alte drinnen nach hinten und ganz weit unten schiebt, bis hinten an der Kommode die Verkleidung abreißt und alles hinten runterfällt. Die Gebrauchshände gehören zu einem Gebrauchskörper, einem mit noch mehr Ölflecken und Brandspuren und Schnittwunden und Haaren, die wirr abstehen und schräg stehenden Augen und einem Kopf, in dem manchmal Der King singt und tanzt, ja, es ist nicht immer schön mit diesem Körper. (Mit Dubstep im Kopf wird auch nicht alles besser.) Ich bin jetzt so in alles einfach Hals über Kopf. Hals über Kopf, das ist ein Rad, und wenn es länger halten soll, auch ein Handstand, und der hält so lange, wie nicht die Hand, sondern der Arm hält. Nur dass man beim Handstand erst dann an den Arm denkt, wenn die Hand taub geworden ist. Könnten meine Hände hören, dann hörten sie Sinfonien aus Hauttönen und Haarfarben und streicheln wäre Musik unter meinen Fingern.

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