“Keine Sorge … morgen bin ich wieder ganz die Alte”, antwortet sie. Glaub ich nicht, denke ich.

Die Geschichte:

Vier Freunde auf dem Weg von Berlin auf nach Südfrankreich, wo einer von ihnen ein Haus geerbt hat. Alle lassen etwas zurück, – eine an Parkinson erkrankte Mutter, einen Kater namens Run and Hide, einen Ludger. Sie lesen sowas wie Scarlett Johansson und Miss Indiana Jones auf, verlieben sich, prügeln sich, gehen bei Nacht über Wiesen voller Glühwürmchen und liegen auf dem Dach ihres VW-Bus.

Aber eigentlich geht es um… :

Die Sommer, die man nie vergisst.

Die so voll sind von Musik, gutem Essen, neuen Bildern im Kopf, Wind in den Haaren, Sonne auf der Haut. Voll von einigen lauten und vielen ganz leisen Gefühlen, Mut und einer großen Portion Lust auf Neues.

Es geht um diese Sommer, von denen man noch Winter später zehrt, die man am liebsten in Flaschen abfüllen und einlagern möchte, die in Kisten verpackt selbst die dunkelste Kellerecke erhellen würden. reundschaft, Wahrheit, Liebe,  – und die richtige Musik dazu.

Und um ein Versprechen aus zwei Worten: Nächsten Sommer.

Das ist ein Buch, das einen mitnimmt und nach Seite 236 ausspuckt wie wenn einen bei voller Fahrt jemand aus einem Auto schubst. Und irgendwie ist danach nichts mehr wie es vorher war.

Deshalb: Lesen!

You better hope you’re not alone. (Jack Johnson)


(Edgar Rai – “Nächsten Sommer”, erschienen bei Kiepenheuer, 236 Seiten, 16,95 €)

(Ach ja, lieber Edgar, falls Du das lesen solltest – ein paar Jack Johnson-Songzitate und eine Spur weniger Schachdramatik hätten es echt auch getan. Aber ist schon ok.)