Books you’ll love: “Radio Heimat” von Frank Goosen

“Ich sach ma so: Der Schrebbagahten is dem kleinen Mann sein Ssangssussieh. Ich weiß gar nich, wenn ich tot bin, wie ich ohne datt leben soll.”

Weit vorn auf meiner Liste der tollsten Bücher, die mir dieses Jahr geschenkt hat (eigentlich habe ich sie mir geschenkt, aber das ist eine andere Geschichte, und überhaupt, kann ich nicht einfach jede Woche Geburtstag haben?):

Radio Heimat” von Frank Goosen.

Ein häufig sentimental-nostalgisches,  immer selbstironisches und unglaublich komisches Buch übers Aufwachsen im Ruhrgebiet – mit liebenswerten Charakteren, die einem sofort ans Herz wachsen, und so viel Liebe zur Heimat, dass es fast schon wehtut, weil es so schön ist.

Besonders bemerkenswert: Bei Goosen ist Dialekt nicht nur ausgesprochen gut lesbar geschrieben, er haucht den Figuren damit Leben ein, hebt sie fast aus der Zweidimensionalität der Buchseiten.

Am liebsten möchte ich mit ihm im Büdchen ein Bier kaufen, Currywurstpommesmayo essen, im Schrebergarten ein Pinnchen kippen, mit Oppa Tierfilme gucken und im Partykeller von Pommes’ Eltern feiern. Und überlege insgeheim, wann ich mal ins Ruhrgebiet fahre. Um zu verstehen, was genau die Leutchen dort meinen, wenn sie sagen:

“Nä, schön is dat nich. Abba meins!”

By Lena

Fast walker, avid reader, poetry fan, public speaker, violinist, pianist in the making, intersectional feminist. Works in tech, writes about anything here (and less frequently than in the past).

One comment

  1. Die Figuren, die Goosen schafft, sind sehr authentisch. Sie bedienen Klischees und jeder kennt solche Menschen. Da dürfte tatsächlich niemanden der Dialekt stören, der einfach dazu gehört.

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