Hauptbahnhof. Hauptplatz. Hauptdarsteller. Hauptwort. Hauptsache: Leben.


Ich sitze auf einem Sofa, den Laptop auf dem Schoß, die Füße in dicken, bunt gemusterten Wollsocken. Meine Beine liegen auf dem Couchtisch. Im Zimmer ist es 14,3 Grad warm. Vierzehnkommadrei Grad. Kalt. Im Ofen liegen die letzten beiden Briketts. Wenn sie verglüht sind, wird es noch kälter sein. Ich habe keine Kohle mehr.

Where you gonna run to?
All on that day

Das Schlimmste für jemanden, der fürs Schreiben lebt, ist, nicht schreiben zu können. Seit Stunden starre ich auf den Cursor und das große Weiß dahinter und glaube für einen Moment, dass er im Takt meiner Gedanken läuft. Null. 0. Eins. Eins. Null. 110. 01101100011011110111011001100101. Letzte Woche habe ich Kisten gekauft, um mein Leben zu sortieren. Eine Woche später habe ich mein Leben nicht sortiert, aber ich habe alles in ein Zimmer gestopft und die Tür sehr fest zugezogen.

Well, I run to the rock, please hide me

Ich gehe raus auf die Straße. Es schneit, Continue reading “Hauptbahnhof. Hauptplatz. Hauptdarsteller. Hauptwort. Hauptsache: Leben.”