ist ja, dass man einfach machen kann, was man will.

Dass man in der Zeit während des Schreibens und vor dem Veröffentlichen nachdenken kann, ob das jetzt politisch korrekt, gendertheoretisch up-to-date, NSA- und GHCQ-konform, entsprechend der aktuell gültigen Version der deutschen Rechtschreibung und den Modetrends für den laufenden Winter Sommer ist.

Ob das zur Leserschaft passt, von der man zwar außer der eigenen Mutter auch niemanden kennt, die man aber trotzdem berücksichtigen soll will.

Ob das gerade out oder in ist, ob es zu lang ist, zu kurz, zu zwischendrin ist, was andere dazu schon gesagt und gerantet haben, was wohl die eigenen Freunde dazu sagen werden.

Ob man schön die eigenen Sponsoren erwähnt (Mama!), ob man die Kommentare besser gleich deaktiviert oder ob man sich vielleicht vor Veröffentlichung schon einmal Popcorn, einen Anwalt oder Baldrianpillen besorgen sollte.

Kann man machen.

Das Geile am Bloggen ist aber: das muss man alles gar nicht.

Man kann sich einfach hinsetzen, auf “neuer Post” klicken, und schreiben. Und fertig.

Das Internet ist immer schon zum Abhören für Meinungen dagewesen und dafür, dass Menschen schreiben können, was sie denken. Das ist ja einer der Gründe, warum Blogs großartig sind. Und warum man ganz viele von ihnen regelmäßig lesen sollte. Weil man auf Menschen trifft. Auf Meinungen. Auf Leben. Blogs sind lebendige Orte, an denen man ständig neue Perspektiven, Ideen, Ansichten kennenlernen kann. Orte, die die eigene Welt bunter machen können.

Ja mei, und klar ist es im Internet wie immer im Leben sonst auch: man mag nicht jeden, manchen findet man sogar richtig doof, ja und? Dann schaut man sich eben die nicht an, die man doof findet. Zwingt einen ja keiner. Und guckt sich um bei den Leuten, deren Sachen man mag, die mögen nämlich dann meist auch Sachen, die einem selbst gefallen könnten (auf dem Prinzip basieren ja ganze Algorithmen samt davor geschalteter Geschäftsmodelle, irgendwas könnte da also dran sein).

Besonders schön daran, einen eigenen Blog zu haben, ist, dass man da so richtig machen kann, was man will. Man kann Texte schreiben, die kein Verleger drucken will, man kann Fotos reinhauen, Videos verlinken, “Get Lucky” covern, und das alles, ohne jemals als Journalist gearbeitet zu haben und obwohl man schon in der Schulband am Vorsingen gescheitert ist. Das einzige, was einem so richtig passieren kann, ist, dass es eben keinen interessiert.

Das kommt vor. Aber das kommt ja auch sonst vor, zum Beispiel, wenn man in der sechsten Klasse ein Buch vorstellen muss und niemand außer einem selbst etwas mit dem Buch anfangen kann. Also macht man eben einfach die Sachen, die man am allergernsten macht (weil: die Sachen, die man gerne macht, die macht man meistens mit Herzblut und Liebe und dann werden sie von ganz alleine gut).

Und meistens finden sich dann auch ein paar Menschen, die diese Sachen auch gut finden.

Und selbst wenn nicht, hat man etwas für sich selbst gemacht, und das ist so an und für sich eine ziemlich gute Sache. Das ist also alles gar nicht so schwierig, und das Beste ist: es macht sogar Spaß!

Gut daran, ein Blog zu haben, ist, dass man immer nachdenken kann und sollte und das Denken selbst eine nicht zu unterschätzende Tätigkeit ist.

Dass man aber grundsätzlich immer auch einen Blogpost einfach schreiben kann, wie einem die Nase gewachsen ist. (Dass man dann vielleicht eins auf selbige bekommt – tja, Restrisiko.)

Das ist der Grund, warum viel mehr Leute das mit dem Bloggen einfach einmal ausprobieren sollten.

Das Geile daran, ein Blog zu betreiben, ist außerdem, dass man keinen Deut darauf geben muss, ob der eine Freund einen für vollkommen geistesgestört hält, weil man gerade gebloggt hat und daher einen Tag lang ein vollkommen bescheuertes Lied vor sich hin singt und dabei grenzdebil grinst. Und dass es an sich einfach schon gut ist, wenn man selbst beim Erstellen eines Posts nämlich so viel Freude hatte, dass man sich stundenlang beömmeln und gar nicht mehr einkriegen konnte vor lauter Lachen und Freuen.

Weil so ein Blog an sich ja ganz einfach mal etwas ist, das einem selbst Freude machen soll. Weil man dann in Zukunft immer weiß, wo im Internet man hingeht, wenn man gerade unfassbar mies drauf ist und unbedingt Aufheiterung braucht.

Das sind die Gründe, warum man bloggen sollte.

Hat man ein eigenes Blog, kann man dann endlich auch einmal einen Blogpost schreiben, der alle Minions-Gifs enthält, die aufzutreiben waren. Das ist nämlich das Allergeilste daran, ein Blog zu betreiben:

Weil man es kann. BÄM.

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