krieg und frieden

die löffel schmecken nach honig, die sonne scheint nicht. was bleibt, sind das nichtlicht, die leute im haus, die mauern einreißen, und immer zwei handbreit abstand zwischen unseren träumen. wir haben die subtilitätsstufe eines faustschlags erreicht. was steht, sind der rauch von 29 zigaretten in der luft und ein storch im leeren tümpel. die welt erreicht mich nicht mehr, sie ruft auch nicht an, ich liege quer und kreuz auf fischgrätparkett und zähle die schnörkel an den stuckdecken und ich würde gerne die stelle kennen, an der es aufhört. wo es anfängt, ist: gustav geht mit sarah, jule geht mit anna, luise geht mit björn und anna und kris, der geht auch mit konrad und gustav. nina geht nirgendwo mehr hin und auf dem großen teich hinterm ende des parks schwimmt ein erpel alleine. in meinen gedanken mache ich hoch auflösende bilder mit goldstich und pinne sie auf schrankinnenwände. ein kleiner überbrückungskredit für unsere emotionalen differenzen. ein kleiner krieg im frieden. da bist du, immer noch, eingenickt, deine finger auf dem kissen, wie auf der suche nach staub in der luft, und immer noch dieses verlangen, dir einen text auf die hirnwand zu schreiben. während du schläfst. ich lösche das feuer, rolle den schlafsack zusammen, sattle das pferd und reite los.

egal was man tut, man sollte auf keinen fall fingerabdrücke hinterlassen.

By Lena

Fast walker, avid reader, poetry fan, public speaker, violinist, pianist in the making, intersectional feminist. Works in tech, writes about anything here (and less frequently than in the past).

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