Woche woanders #5: Sandwiches, alte Säcke, die Umstände und das, was die Kirche Himmel nennt

Eine Geschichte über das Zögern und was es anrichten kann: “In Zeiten des Umbruchs können vorsichtige Mahner und Zauderer uns vor der eigenen Courage schützen – oder enormen Schaden anrichten.”

Hilf der Telekom! Wem das Thema Netzneutralität nichts sagt, der versteht es spätestens dann, wenn er plötzlich das Gefühl bekommt, eine Zeitreise in Zeiten von 56k-Modems unternommen zu haben. Damit es nicht so weit kommt: Netzneutralität verstehen und Telekom-Werbung mit dem T-Remixer neu denken.

What Social Media Editors do: die Geschichte eines Sandwiches und eines Dates zwischen den ganz Großen der Branche. Herrlich, ich habe sehr gelacht. (Danke, Florian!)

Der Sexualtherapeut Christoph Joseph Ahlers in einem sehr guten Gespräch über Sex, One-Night-Stand-Burnouts, über Angenommensein und darüber, dass Sex heißt, dass wir uns auf eine Art berühren, die uns etwas bedeutet:

Und die intensivste Form, … zu spüren [ich bin okay], ist sexuelle Körperkommunikation. Das ist die tiefere Bedeutung von Sex. Das, was die Kirche Himmel nennt. Und die frohe Botschaft der Sexualpsychologie ist: Ein bisschen was davon können wir auch auf Erden haben.

Die Demokratiefeinde stehen hinter der Kamera”, konstatiert der Kulturwissenschaftler Florian Kessler in seiner Analyse der legendären Berliner Demonstrationen am 1. Mai und befindet “die Idee, mit Verweis auf unser aller angeblich ach so bedrohte Sicherheit Grundrechte abzubauen, … [einen grundsätzlichen] Schlag in die, Verzeihung, Fresse jedes Demokraten.”

Der von mir hoch geschätzte Anatol Stefanowitsch kritisiert einen taz-Beitrag über die neuerdings ach so schwerlich diskriminierten “alten Säcke”, und stellt dazu gleich noch das taz-Redaktionssystem in Frage, was ja irgendwie auch mal Zeit wurde.

20 Jahre Tafeln und nichts ist gut. Der Soziologe Prof. Dr. Stefan Selke über seine Reise durch das Land der TafelnHartz-IV als die “existentielle Entlassungsurkunde aus der Mehrheitsgesellschaft” und darüber, wie es nun mit den Tafeln weitergehen kann. Da ist so viel Armut und so viel Verantwortungsvonsichweisung seitens der Politik mitten unter uns, dass man wahnsinnig werden könnte. Lesen!

die umstände bei argh! und “traurig ist doch das, was wir nur kennen, aber nicht können”. Das ist ein gutes Blog, das sollte jeder lesen.

3 thoughts on “Woche woanders #5: Sandwiches, alte Säcke, die Umstände und das, was die Kirche Himmel nennt

  1. argh! war auch mal bei Twitter.
    DAS war erst lesenswert (auch wenn es nur Kleinbuchstaben waren).

  2. Ulkig, wie unterschiedlich Menschen sowas wahrnehmen.
    Ich fand dieses Ahlers-Interview ja so surreal misslungen, dass ich mich noch immer frage, ob es vielleicht absichtlich lustig sein sollte.

  3. Spannend, dass Du das so komplett anders wahrgenommen hast. Ich fand’s stellenweise ein bisschen drüber, aber dann doch irgendwie schlüssig. Muss es wohl nochmal mit Deinem Blick lesen, um dem auf den Grund zu gehen.

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