Im Kino – Despicable Me 2 / Ich einfach unverbesserlich 2: Häufig gestellte Fragen

(Spoilerwarnung separat im unteren Teil des Texts)

Dass ich die Minions abgöttisch liebe und schon beim Gedanken daran zu einer Fünfjährigen mutiere (BANANA!), ist seit Sonntag Abend auch in weiten Teilen von Berlin-Mitte bekannt. Ich war nämlich im Kino.

Und das kam so: Sonntag, beim Frühstück –
Ich: „Was machen wir heute?“
Er: „Hm. Wir könnten ins Kino gehen.“
Ich: „Juhuuuuuuuuuu! Hurraaaaa! Au ja, au ja, au jaaaaaaa!!!!!“
Er sieht mich nur irritiert an, während ich mit den Armen winkend auf einem Bein durchs ZImmer hüpfe. Allmählich weicht die Irritation in seinem Gesicht größtem Entsetzen:
Er: „Nein. Nein. NEHEIIIIN. Wir werden NICHT Minions im Kino angucken! Das kannst Du mir nicht antun!“
Ich: „Doooohoooooch! Bitteeeeeee!“  Continue reading “Im Kino – Despicable Me 2 / Ich einfach unverbesserlich 2: Häufig gestellte Fragen”

Oh, Boy

Gehören auch Sie zu den Menschen, die häufig sagen “man sollte ja viel häufiger ins Kino gehen”? Ersetzen Sie “ins Kino gehen” durch “ein Buch lesen”, “ins Theater gehen”, “selbst kochen”, “in Räumen mit Glitzergoldvorhängen sein” oder “früher Feierabend machen”, und vor Ihnen liegt der Lebensentwurf des Durchschnittsgroßstadtmenschen im Satzbaukastensystem.

Dieser Typ, um den es geht, der ist auch irgendwie Großstadt, irgendwie Mensch und irgendwie Durchschnitt, nur mit dem Sollen hat er es nicht unbedingt.* (*Und jetzt huldigen Sie mir bitte für diese gelungene Überleitung, die mir vermutlich post mortem die Günther Jauch-Gedächtnismedaille einbringen wird.)

“Und wenn die Haltung stimmt, hauste drauf.”

Aber beginnen wir von vorne, wo alles begann, also bei der Geburt, überspringen direkt ein paar Jährchen und landen beim Endzwanziger an sich. Und was soll man sagen? Es läuft einfach nicht, beim Endzwanziger. Was genau nicht läuft? Mädchen (keine Zeit, Termine, Termine), Frikadellen (nicht gut), Umzugskartons (stehen eher), Kohle (keine), der Stressless-Sessel (einziges Wort der Welt mit 8 s), das Studium (das Beste, was man mit einem Jurastudium tun kann: abgebrochen), das Verhältnis des deutschen Films an sich zum Nationalsozialismus an sich (eher ungut) und eigentlich Continue reading “Oh, Boy”

Im Kino: The Dark Knight Rises

Berlin an einem Donnerstag. Sommer, wie er im Buche steht: 34°, Sonnenschein, blauer Himmel, Schweiß liegt in der Luft. An so einem Abend geht nur ins Kino, wer schon Tage zuvor eine Karte gekauft hat:

ich.

Eigentlich wollte ich jetzt über diesen neuen Film schreiben und ein hübsches Foto einfügen. Allerdings standen wir vor dem Kino und ich hatte sehr (sehr!) großen Hunger, es gab nirgends etwas (außer Krokodilsteak) und da standen wir plötzlich in einem Fast-Food-Restaurant und weil man mir nicht wunschgemäß Fleisch ohne irgendwas verkaufen wollte, aß ich den ersten Cheeseburger meines Lebens. Kein Erweckungserlebnis, aber wer Erweckungserlebnisse will, sollte sie nicht im Dunstkreis von Fritteusen suchen.


(dazu sei erwähnt, dass ich den Burger erst verkehrt herum gehalten und fotografiert hatte, ich habe doch keine Ahnung von Burgerfotografie, bis mich jemand darauf aufmerksam machte, dass das ja so nicht richtig sei.)

Dann gingen wir ins Kino.

Vorab: dieser Kinosaal hat vermutlich schon bessere Filme gesehen. Aber für Qualitätskino mit Spiel, Spaß, Spannung, Niveau, Logik und fetzigen Dialogen geht auch keiner in einen Batman-Film. Warum denn sonst?

Weil es nach Popcorn riecht. Weil man unauffällig diese schönen Hände ein paar Sitze weiter bestaunen kann, deren Konturen von dem spärlichen Licht gerade nachgezeichnet werden. Damit man merkt, dass man sich noch zu Tode erschrecken kann. Um mit dem Nebensitzer zu flüstern. Fürs Blockbuster-Gefühl. Wegen der schönen Menschen (auf der Leinwand). Und für 164 Minuten in Gotham City.

Und wie war’s?

[Sollten Sie den Film noch sehen wollen, lesen Sie aber hier nicht weiter, sondern schalten Sie Ihren Computer aus und gehen Sie doch einfach ins Kino. Danke. Gehaben Sie sich wohl.]  Continue reading “Im Kino: The Dark Knight Rises”