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Die Mitwirkenden:
(v.l.n.r./v.o.n.u.): Nudossi, Eszet Vollmilch-Nuss, Nussano, NussPli, Nuss Schoko Creme, nutella außerdem: 6 unerschrockene Scheiben Buttertoast effektiv 8 Scheiben (2 fielen dem 1 defekten Toaster zum Opfer)
1 furchtlose Autorin (kurz F.) Und 6 Wochen Österreich haben irreparable tiefe Spuren hinterlassen. Spread the Word! Hier und ab jetzt: Der Intensivkurs Österreichisch für Ausländer.Heute: Grundkurs, Stufe 1. Wir beginnen mit Lektion 1: Noch sind wir höflich und sagen erstmal hallo: grüß Gott! [grrü:ß gott] = guten Tag! Lektion 2: Wir hören unserem Gegenüber zu. Und kommentieren: eh! [e:] = sowieso! Klar! Ja! Sicher! Bestimmt! … I love Vienna. Ich bin jetzt genau 47 Tage hier und habe mir das T-Shirt immer noch nicht gekauft. Trotz Sommerschlussverkauf. Aber ich verlieb mich ja eh nie. Und ich kann ja nicht jede Liebe (wenn ein zwischenmenschliches Ding diesen Aggregatzustand überhaupt erreicht) gleich auf dem Shirt tragen. Oder gar auf dem Oberarm! Wo kämen wir denn da hin. Und schon Hornby wusste, dass jeder einen Tätowierer haben sollte, der ihm sagt, ob ein Mensch eine Tätowierung wert ist. Vielleicht … ist das bei Städten genauso. Wenn es also schon kein Tattoo gibt, und noch nicht einmal ein Shirt, dann wenigstens dies hier. Schluss mit Endlossätzen. Luft holen. Anschnallen, festhalten, los geht’s. Denn jetzt kommt’s. Entgegen aller Gewohnheiten: Dies ist ein Liebesbrief. … Liebes Wien! … Und dann möchte ich erzählen, wie es war, als wir irgendwann nachmittags beim Frühstück (Phil) saßen, und wie Du meintest, wir könnten doch noch ein Eis essen gehen. Und wie der Himmel so blau war, dass man darin versinken mochte. Dass er dafür zu weit weg war, wussten wir beide. Doch keiner von uns hätte es je zugegeben. Manchmal sieht schon mit einer neuen Schicht Nagellack alles anders aus. Erst recht, wenn es sich um eine Versehensfarbe handelt. Und wenn man dann auch noch zum Friseur geht und die Haare büschelweise zu Boden fallen … ist schon wieder alles: Anders. Aber wenn der Wind weht und die Sonne scheint, wen interessiert dann noch ein Haarschnitt. Oder wie es war, als wir durch die Stadt liefen und ich eine Fotosammlung mit fetten Barockengeln anlegte. Und wie wir davon träumten, eine Armee von Engeln überm Museum abzuwerfen und die Blicke der Leute zu fotografieren. Und wie dann, irgendwann nachts, die Welt Kopf stand. Einfach so. Ich würde bestimmt vergessen, wie ich dann auf Reisen ging. Denn 2.400 Kilometer an 7 Tagen, ganz Deutschland und das Gefühl, überall und doch gleichzeitig nirgends zu sein … das ist eine ganz andere Geschichte. (Read on, my dear. Ganz bald.) Eigentlich. Eigentlich sollte hier seit vorgestern ein neuer Wien-Tagebuch-Eintrag stehen. Und dann bin ich doch schon wieder weg, bevor ich auch nur ein Bild fertigkriegen kann, und lande auf einmal sehr versehentlich irgendwo auf dem Land. Und dann ist es Nacht, und das Telefon klingelt. Und plötzlich ist alles so klar. Und ich steh am Fenster und seh in die Nacht, seh dem Regen zu, wie er auf die Dächer fällt. Und dann kräht plötzlich der erste Hahn, und am Horizont schieben sich die ersten Strahlen der Morgensonne durch die Regenschleierwolken. Und ich denk nur noch, verdammt, das Vieh auf dem Nachbardach lebt doch. Ich schiebe mich ins Halbdunkel der Buchhandlung. Alle, die hier am Eingang warten, sehen gleich aus. Die selben schwarzen Sonnenbrillen, die selben Shirts, die selben kurzen Hosen. Die selben Stoppeln auf den Beinen. Ich sehe gar nicht erst in ihre Gesichter. Ich betrachte die Haut in ihren Armkehlen. Ein Regal sieht mich hilflos an und kotzt einen Stapel Bücher auf den Boden. Ja, denke ich, so geht es mir auch. … |
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