vielleicht sollten wir einfach liegen
auf kleeblättern
vor mauselöchern
auf tannennadeln
und blumen
auf steinen und efeu
die ohren im raschelnden laub vergraben und
zwischen zweigen mit dem ersten grün
den himmel sehen.
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vielleicht sollten wir einfach liegen auf kleeblättern den himmel sehen. Ich mach jetzt doch mal ein Fass auf: Zum Gejammer von Verlegern über iPad, gebührenfinanzierte Tagesschau-Apps, “Kostenloskultur” und zum Zeitungssterben. Liebe Verlagsmenschen, liebe Zeitungsmacher, liebe (Qualitäts)Journalisten!Eure Arbeit schätze ich (nicht uneingeschränkt, aber grundsätzlich) sehr, das nur einmal vorab. Es gibt eine Generation, die ihr immer spöttisch als die “Generation Google“ abtut, die für Inhalte nicht bezahlen wolle, die für die (angeblich ja so ausgeprägte) “Kostenloskultur” mit verantwortlich zeichne und für den baldigen Untergang der abendländischen Kultur gleich mit. Darauf folgt meist noch ein spöttisch-abschätziges Lachen, bei dem ein goldener Eckzahn blitzt. Dann klappt ihr eure speckige Ledertasche zu, beißt in ein Salamibrötchen, erinnert euch an eure eigentliche Aufgabe und den Redaktionsschluss, und schreibt wieder Massen von Artikelchen für meine Rentner-Nachbarn. Die beiden haben nämlich noch ein Zeitungs-Abo, und die dürft ihr nicht verlieren. Meine Generation würde das user-orientation nennen und erstmal gut finden. In eurem Fall hat das leider nur einen Haken: Blöd ist nämlich nur, dass die beiden schon weit über 80 sind, – und damit als Abonnenten bald auf natürlichem Wege wegfallen. Wartet also noch ein, zwei Jährchen, dann guckt ihr recht konsterniert auf das, was noch übrig ist. Und was ist das? Ich. Deshalb glaube ich: Wir sollten uns kennenlernen. Hallo! Wir sind die Generation GoogleIch hatte nichts, was ich ihr hätte geben können. Laufen, liegen, von hohen Felsen ins Meer springen. Begehren. In all dem war ich Meister, trotz Anflügen von Höhenangst. Doch mein Körper liebte das Wasser. Wenn er langsam auf den Grund eines Sees sank, war die Wasseroberfläche mein Himmel. Und nur wenn ich im Regen stand und die Augen zumachte, konnte ich atmen. Ich war ein Wassermann. [...] |
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