Heilbronns (Anti-)Anti-Nazi-Politik

Aufgrund einiger verbliebener Freundschaften verfolge ich noch sporadisch, was in der Region Heilbronn passiert. Wer die Stadt nicht kennt: Die 120.000-Einwohner-Stadt Heilbronn liegt nördlich von Stuttgart, und wurde von der Zeit in einem Beitrag über eine Berliner Band einmal ironisch so charakterisiert: “[…] böse Stimmen […] beklagen, wesentliche Teile [Berlins] seien zu einer Abfüllstation für Hotelgäste, Ballermanntouristen und Schulklassen aus Heilbronn geworden.”

Der Rest des nachfolgenden Beitrags ist völlig ironiefrei.
Denn die Stadt Heilbronn betreibt eine ganz bemerkenswerte Politik, was Proteste gegen Nazis angeht. Heilbronns Bevölkerung besteht zu ca. 50 Prozent aus Menschen mit Migrationshintergrund. Das ist für alles, was dort passiert, nicht irrelevant.

Geplante Demonstration

Für den 1. Mai hat das “nationale und soziale Aktionsbündnis 1.Mai, bestehend aus diversen rechtsextremen Parteien, Bündnissen und nationalsozialistischen Vereinigungen, zu einer Demonstration augerufen. Motto: “Fremdarbeiterinvasion stoppen”.* Continue reading “Heilbronns (Anti-)Anti-Nazi-Politik”

Urheberrecht und Internet – praktische Hinweise für die Verwendung fremder Inhalte

Einige Hinweise für die Praxis im Internet zum Verwenden fremder Inhalte in eigenen Werken bzw. bei der Veröffentlichung von Inhalten in eigenem Namen Continue reading “Urheberrecht und Internet – praktische Hinweise für die Verwendung fremder Inhalte”

Verlagsgejammer und Paid content. Ein Brief an Zeitungsmacher und Journalisten.

Ich mach jetzt doch mal ein Fass auf: Zum Gejammer von Verlegern über iPad, gebührenfinanzierte Tagesschau-Apps, “Kostenloskultur” und zum Zeitungssterben.

Liebe Verlagsmenschen, liebe Zeitungsmacher, liebe (Qualitäts)Journalisten!

Eure Arbeit schätze ich (nicht uneingeschränkt, aber grundsätzlich) sehr, das nur einmal vorab.

Es gibt eine Generation, die ihr immer spöttisch als die Generation Google abtut, die für Inhalte nicht bezahlen wolle, die für die (angeblich ja so ausgeprägte) “Kostenloskultur” mit verantwortlich zeichne und für den baldigen Untergang der abendländischen Kultur gleich mit.

Darauf folgt meist noch ein spöttisch-abschätziges Lachen, bei dem ein goldener Eckzahn blitzt. Dann klappt ihr eure speckige Ledertasche zu, beißt in ein Salamibrötchen, erinnert euch an eure eigentliche Aufgabe und den Redaktionsschluss, und schreibt wieder Massen von Artikelchen für meine Rentner-Nachbarn. Die beiden haben nämlich noch ein Zeitungs-Abo, und die dürft ihr nicht verlieren. Meine Generation würde das user-orientation nennen und erstmal gut finden. In eurem Fall hat das leider nur einen Haken:

Blöd ist nämlich nur, dass die beiden schon weit über 80 sind, – und damit als Abonnenten bald auf natürlichem Wege wegfallen.

Wartet also noch ein, zwei Jährchen, dann guckt ihr recht konsterniert auf das, was noch übrig ist.

Und was ist das?

Ich.

Deshalb glaube ich: Wir sollten uns kennenlernen.

Hallo! Wir sind die Generation Google

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