Aber es ist doch Frühling!

Es gibt Sonntage, da wacht man morgens von Regengetröpfel auf Scheiben auf. Man steht auf, guckt aus dem Fenster nach draußen. Ein Glück, der Frühling ist noch da. Aber er sieht ganz grau, herbstig und traurig aus.

Am liebsten würde man sich einfach nur noch unter dem Küchentisch verstecken

oder sich in ein Eck kuscheln

und auf besseres Wetter warten.

Aber dann zieht durch die Küche der Duft von frischem Mokka

und im Kühlschrank ist noch Milch.

Und vielleicht ist der Frühling heute auch einfach nur auch mal ein bisschen frühjahrsmüde. Schönen Sonntag noch!

Ein schwäbisches Kinderwintermärchen (mit Übersetzung).

‘S wor amol a klois drolligs Mädle, a Bobbale, a Därgale, so drei odr vier. ‘S Mädle hod lange blonde Zöpfle ond ganz blaue Äugle ghett, wie kloane Sternle. Ond a Brille hot’s ghett, a lilane med Sternle, blaue un gelbe, med ganz dicke Gläser. Mit seiner Mamme un seim Babbe hod’s sei Oma bsucht. D’ Oma war lieb, ond hod immer lange weite Röck’ o’ghett ond hod emmer em Mädle sei Lieblingsesse kocht, gschdampfde Grombiera ond grüne Bohne mit brauner Soß’ odr mit Rodkraud ond brauner Soß’. On weil’s Wändr war, hot d’Oma in ihrer warme Küch, wo’s au a Holzefele ghett hod, bache: Kokosplätzle, ond Flachswickl, ond Bäredatze ond Gsälzplätzle ond no viel mehr. D’Oma hod emmer zum Mädle g’said, ‘s Mädle wär a Gsälzbärle, weil’s emmer so gern Gsälz gessa hod. Am liebschde Gsälz med Bräschdleng, Dreibla, odr Hägamark ond Quittegelee.

Ond weil’s Mädle so liab gwese isch, hod d’Oma ihre fenf Mark ind Hand drückt, kaufsch dr ebbes Schees, gell. Als se widdr dahoim wared, hod se ‘s Geld uf ihr Bettle glegt, hot sich danebe ghockt ond g’hirnt. Fenf Mark wared en Haufe Geld, ond des hod se net oifach so ‘s Fenschdr naus uffd Gass schmeiße welle.

Do hot se a Idee ghedd. Also isch se zu ihrer Mamme gange ond hod gfrogt, no hod se ihr Geld feschd en d’ Hand gnomma on isch uf d’ Schdaig. Ums Eck war nämlich en Bäcker, ond der Bäcker hod grad Martinsgäns ghett, aus Hefedaig für zwei Mark fuffzig, mit me Äugle aus Rosina ond Zuckerschdiggla als Fedra. So oine wolld se. ‘S Mädle hod sich scho gfrait, weil schleckig war se ned, mehr arg verfressa.

Abr vorm Bäcker hot scho ebern gwartet: En großer Bub, den hot se ausm Kindergarte kennd, en Rotzaff, en Rotzleffl war dess! ‘S Mädle war scho groß ond hod vor nix Ängschd ghett, abr dr Bub war viel größer! Ond stärker! Ond er hod emmr d’ kloine Kändr drangsalierd. Er isch zu ‘re gloffe ond hod gfrogt: “Was hosch’n Du do?” ‘S Mädle hot en o’guckt on gsaid “nix!”, ond hod ‘s Geld no a weng feschdr en d’ Hand gnomme. No hod dr Bub gsaid: “Guggemol, i han was viel Bessers als Du!” Ond hod r a Fenferle zaigt. ‘S Mädle hod guckt, on dr Granadeseggl hod’s ausgnutzt, hod ihr Fingerle ausenanderboge ond d fenf Mark gnomme ond ihre ‘s Fenferle ind Hand drückt. Ond bevor ‘s Mädle was gschnallt hod, isch r weggloffe. ‘S Mädle hod ihr Hand uffgmacht ond guckt ond gseha, dass d’ fenf Mark weg wared ond bloß no a Fenferle doglege isch. No hod se o’gfange z’ blärra ond isch hoim zu ihrer Mamma.

An äbba dem Dag hot se o’gfange, älla Büble zom hasse.

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zur Übersetzung…

Changes are…

Veränderungen sind eines der Dinge, die mich am Atmen halten.

Nachdem ich nun 1 1/2 Jahre in dieser, sehr schnuckeligen, Wohnung verbracht habe, ist es nun Zeit für einen Wechsel. Die Fahrerei zu meiner Arbeitsstelle schlaucht auf Dauer, denn in meinem Dienstleistungsjob kann ich nicht einfach um 16 Uhr den Stift fallen lassen.
Um wieder mehr Luft für das zu haben, was mir wichtig ist (*) werde ich in 3 Wochen und 4 Tagen in meine neue Wohnung ziehen.

Jung, flexibel, dynamisch, erfolglosreich und so, gell.

Und da ich ja so jung und dynamisch bin, werde ich es auch hinbekommen, in diesen 3 Wochen
– eine Wohnung vollständig auszuräumen und alles, was sich in den 18 Monaten angesammelt hat, in Kartons zu packen
– Renovierungszeugs, eine Bad- und Kücheneinrichtung zu kaufen
– die neue Wohnung komplett zu streichen (hell! hell! hell!, wie mein neuer Vermieter sagen würde)
– eine Küche aus 100 Puzzleteilen zusammenzubasteln und aufzubauen
– meine Freunde Telekom, Strom- und Gasanbieter dazu zu bringen, dass sie von meinem Umzug nicht nur Kenntnis nehmen, sondern nach Kenntnisnahme auch etwas tun
– meine beiden (neuen und alten) Vermieter zu jeweils einem Übergabetermin zu treffen, um endlich die alte loszuwerden und die neue zu kriegen
Ach ja: Und ich arbeite nebenher noch – bis auf eine Woche Urlaub…

Auf sie mit Gebrüll!!!!!
… aber so lange ich noch lachen kann, ist es wenigstens nur halb so schlimm.

*fotografieren, laufen, malen, schwimmen, backen, Eis essen, Nase in die Sonne stecken…

P.S.: Ach ja – wer mir beim Umzug helfen mag – einfach einen Comment schreiben… 😉

Laufen, laufen, laufen!

Vor einigen Wochen ist mein Vater wieder einmal einen Halbmarathon gelaufen, und ich war als sein persönlicher offizieller Pressefotograf dabei.

Sport war immer eines meiner Lieblingshobbys, das allerdings in den vergangenen 2 Jahren schwerst gelitten hat. Abends völlig kaputt, konnte ich mich meist nicht mehr zu irgendeiner Tätigkeit außerhalb eines Radius von 5 Metern um mein Sofa bewegen. Und das, wo ich eigentlich sämtliche Sportarten von Reiten, Tennis, Schwimmen über Wandern und Klettern, Radfahren, Fußball bis hin zu Beachvolleyball mehr oder weniger hobbymäßig betrieben habe.

Ich war sogar schon bei mehreren Stadtläufen dabei – mein Bekanntenkreis wird nie die Szene vergessen, als ich mir mit knapp 16 Jahren als Preis für meinen 2. Platz ausgerechnet die größte verfügbare Sektflasche (1,5 Liter) geschnappt habe 🙂
Die Marathonveranstaltung hat mich dann so begeistert und an meine alte Leidenschaft erinnert, dass ich nun beschlossen habe, endlich wieder was zu tun. Zudem merke ich auch, dass ich dringend etwas brauche, um Frust und Stress abzubauen.

Vor zwei Wochen habe ich deshalb wieder mit einem regelmäßigen Lauftraining begonnen. Um langsam wieder eine optimale Kondition aufzubauen, mache ich jetzt nach einem Online-Trainingsprogramm Intervalltrainig, die Intervalle verkürzen sich je nach Trainingsfortschritt.

Hauptziel: Mein erster Halbmarathon im Mai 2009
Etappenziel: 31. Dezember – Silvesterlauf
Und vielleicht ergibt sich im Herbst auch noch was…

Die ersten Trainingseinheiten haben mir schonmal einen sehr guten Start verschafft – zwischen den Feldern laufen mit Blick bis über 40 Kilometer Luftlinie hat was!