Mein erster Talk auf einer Tech-Konferenz

Ende März, ein sonniger Dienstagvormittag. Ich sitze entspannt in meiner Küche, trinke Kaffee, arbeite und sehe eben meine Twitter-Timeline durch, als eine Nachricht auf meinem Rechner aufploppt: “Ich habe eben eine Anfrage für eine Konferenz bekommen. Frag doch mal, ob du dort auch einen Talk halten kannst!” Meine Arbeitskollegin und gute Freundin, eine erfahrene Software-Entwicklerin, schreibt. In eben diesem Moment sehe ich einen Tweet der Speakerinnen: die selbe Konferenz sei auf der Suche nach weiblichen Vortragenden.

Und dann geht plötzlich alles ganz schnell. …

Ich arbeite, wie Sie vielleicht wissen, seit ein paar Jahren als Nicht-Programmiererin im Technologie-Bereich. Letzte Woche habe ich das erste Mal einen Vortrag auf einer Konferenz für Programmierer_innen gehalten und das war ziemlich aufregend. Drüben bei Kleinerdrei habe ich einmal aufgeschrieben, wie es dazu kam und wie das so war.

Das wirklich Geile daran, ein Blog zu betreiben

ist ja, dass man einfach machen kann, was man will.

Dass man in der Zeit während des Schreibens und vor dem Veröffentlichen nachdenken kann, ob das jetzt politisch korrekt, gendertheoretisch up-to-date, NSA- und GHCQ-konform, entsprechend der aktuell gültigen Version der deutschen Rechtschreibung und den Modetrends für den laufenden Winter Sommer ist.

Ob das zur Leserschaft passt, von der man zwar außer der eigenen Mutter auch niemanden kennt, die man aber trotzdem berücksichtigen soll will.

Ob das gerade out oder in ist, ob es zu lang ist, zu kurz, zu zwischendrin ist, was andere dazu schon gesagt und gerantet haben, was wohl die eigenen Freunde dazu sagen werden.

Ob man schön die eigenen Sponsoren erwähnt (Mama!), ob man die Kommentare besser gleich deaktiviert oder ob man sich vielleicht vor Veröffentlichung schon einmal Popcorn, einen Anwalt oder Baldrianpillen besorgen sollte.

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Das Internet ist ein trauriger Ort

Das Internet ist ein sehr trauriger Ort. Es gibt nun ein sehr trauriges Blog (via Mic), das sich aufgemacht hat, zu belegen:

Hier wird nicht mehr gelolt, hier werden nicht mehr irgendwelche Finger beißenden Kinder der Welt gezeigt, hier ist jetzt Marketing, hier ist knallharter Kapitalismus.

Kapitalismus ist nicht schön, doch viel, viel trauriger ist:

Doch das muss nicht so bleiben! Jemand muss das Internet aus seiner Depression holen! Und wer könnte dafür besser geeignet sein als ich? Deshalb sehen Sie nun:

People who eat Scones for Breakfast every Day:

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