Es gibt nicht nur Arschlöcher, es gibt ja auch Nette!, aber gehören diese Herrn dazu? oder: Team Totale Zerstörung. Eine Album-Review.

Womöglich ist dies die schizophrenste Rezension, die die Christliche Rapmusik je erlebt hat, sei’s drum, es lässt sich nicht ändern.

Da wäre also dieses Duo, laut Selbstbeschreibung “Hack und Mett”, oder auch TTZ, namentlich André Herrmann und Julius Fischer. Team Totale Zerstörung also, man sagt, sie hätten alles gewonnen, was es im deutschen Poetry Slam zu gewinnen gibt (als ob es da etwas zu gewinnen gäbe, wahrscheinlich nicht einmal einen Blumentopf, sondern höchstens Geranien). Der deutsche Poetry Slam ist womöglich noch nicht, was jedes Hinterhofkantinenspülbecken in Hollywood ist, aber wenigstens haben die beiden es zwar immer noch nicht aus Leipzig hinaus, aber wenigstens zu einem Album gebracht, das man hier und hier käuflich erwerben kann. Continue reading “Es gibt nicht nur Arschlöcher, es gibt ja auch Nette!, aber gehören diese Herrn dazu? oder: Team Totale Zerstörung. Eine Album-Review.”

Chronik eines völlig undramatischen Geburtstags bei 38,5° Celsius.

00:00 – 04:45 Uhr: Lichter durchzucken das Dunkel. Es ist heiß. Nur gedämpft sind Stimmen zu hören.

05 Uhr: Habe wohl schon wieder Fieberfantasien. Geplant war ja, mein Hinüberleben in die “Generation Quarterlifecrisis” zu feiern. Jetzt liege ich seit Freitag Abend im Bett und alles ist abgesagt. Bin jetzt im Modus Fiebern statt Feiern (tauscht man die Buchstaben bei “feiern” und fügt ein b hinzu … egal). Statt Freunden leistet mir nun das Fieberthermometer Gesellschaft, das sich, abgesehen vom Piepsen beim Einschalten und einem weiteren bei Feststellen eines Messwerts, als eher unkommunikativ herausgestellt hat. Dafür ist jetzt auch noch die Batterie leer.  Continue reading “Chronik eines völlig undramatischen Geburtstags bei 38,5° Celsius.”

*August: Feuerwehrmonat, und so schnell vorbei

Geschrieben
Monsieur! Ich trinke tatsächlich.
Nichts von Bedeutung.

Genickt
“If you feel guilty about just eating a brownie that you want, what else in your life do you want that you’re not expressing?” (Eating: A Manifesto)

“Lucky Luke kam fortan mit einem beknackten Grashalm im Mund daher und im Yoga- und Karottenkuchenmilieu genossen Raucher nun einen Ruf, der nur noch von AKW-Betreibern und Kinderschändern unterboten wurde.” (Deniz Yücel regt sich auf. Irgendwie gut.)  Continue reading “*August: Feuerwehrmonat, und so schnell vorbei”

Im Kino: The Dark Knight Rises

Berlin an einem Donnerstag. Sommer, wie er im Buche steht: 34°, Sonnenschein, blauer Himmel, Schweiß liegt in der Luft. An so einem Abend geht nur ins Kino, wer schon Tage zuvor eine Karte gekauft hat:

ich.

Eigentlich wollte ich jetzt über diesen neuen Film schreiben und ein hübsches Foto einfügen. Allerdings standen wir vor dem Kino und ich hatte sehr (sehr!) großen Hunger, es gab nirgends etwas (außer Krokodilsteak) und da standen wir plötzlich in einem Fast-Food-Restaurant und weil man mir nicht wunschgemäß Fleisch ohne irgendwas verkaufen wollte, aß ich den ersten Cheeseburger meines Lebens. Kein Erweckungserlebnis, aber wer Erweckungserlebnisse will, sollte sie nicht im Dunstkreis von Fritteusen suchen.


(dazu sei erwähnt, dass ich den Burger erst verkehrt herum gehalten und fotografiert hatte, ich habe doch keine Ahnung von Burgerfotografie, bis mich jemand darauf aufmerksam machte, dass das ja so nicht richtig sei.)

Dann gingen wir ins Kino.

Vorab: dieser Kinosaal hat vermutlich schon bessere Filme gesehen. Aber für Qualitätskino mit Spiel, Spaß, Spannung, Niveau, Logik und fetzigen Dialogen geht auch keiner in einen Batman-Film. Warum denn sonst?

Weil es nach Popcorn riecht. Weil man unauffällig diese schönen Hände ein paar Sitze weiter bestaunen kann, deren Konturen von dem spärlichen Licht gerade nachgezeichnet werden. Damit man merkt, dass man sich noch zu Tode erschrecken kann. Um mit dem Nebensitzer zu flüstern. Fürs Blockbuster-Gefühl. Wegen der schönen Menschen (auf der Leinwand). Und für 164 Minuten in Gotham City.

Und wie war’s?

[Sollten Sie den Film noch sehen wollen, lesen Sie aber hier nicht weiter, sondern schalten Sie Ihren Computer aus und gehen Sie doch einfach ins Kino. Danke. Gehaben Sie sich wohl.]  Continue reading “Im Kino: The Dark Knight Rises”