*August: Feuerwehrmonat, und so schnell vorbei

Geschrieben
Monsieur! Ich trinke tatsächlich.
Nichts von Bedeutung.

Genickt
“If you feel guilty about just eating a brownie that you want, what else in your life do you want that you’re not expressing?” (Eating: A Manifesto)

“Lucky Luke kam fortan mit einem beknackten Grashalm im Mund daher und im Yoga- und Karottenkuchenmilieu genossen Raucher nun einen Ruf, der nur noch von AKW-Betreibern und Kinderschändern unterboten wurde.” (Deniz Yücel regt sich auf. Irgendwie gut.) 

Gehört
Jay-Z feat. Lana del Rey: National Empire
All I ever wanted and all I ever needed is here in my arms.
[youtube iKK1Di2FqXo]

Gelesen
Selten so vieles von so vielen Menschen, die gar nicht wissen konnten und doch wussten.
Die richtigen Nachrichten zur falschen Nachtzeit.
“Ein freier, denkender Mensch bleibt da nicht stehen, wo der Zufall ihn hinstößt.“ (Kleist)
„Wenn du es fühlst, ist es nicht lächerlich.“ (hier)


Geredet
Über Beziehungen.
Zu viel.
Über Hochzeiten.
Über Freiheit.
Über Maracuja Korn.
Über Frankreich.
Über Walzer.
Über Liebe.
Über das nicht, was hätte beredet werden sollen.

Geliebt
Werbung, Alta.
Mit dem Rad durch die Stadt rasen.
Fotos von Händen.
In einem Park auf einer Anhöhe liegen, den Sonnenuntergang über den Häusern sehen und Sternschnuppen zählen.
Über einem guten Abend einen grauenvollen Tag vergessen.
Sommer, ey.
Nackenmassagen.
Arme.

Gesehen (und auch geliebt)
Ein Monchichi, dessentwegen ich einen Nachmittag lang Lachtränen in den Augen hatte.
Ryan McGinley: Parakeets (2011)

Gerhard Richter Painting unterm Sternenhimmel. Freude, große Freude. (Und Bier und Chips.)

Gewesen
Kurz im Krankenhaus.
Nicht beim Zahnarzt.
Neidisch auf einen Urlauber.
Im See.
Dreist.
Unverfroren.
Die ganze Nacht draußen.
An fremden Bars.

Gedacht
Nie wieder U-Bahn-Fahren.
Manchmal wüsste ich gerne, wie die Geschichte weitergeht.
Große Dinge werfen ihre Schatten voraus. Kleine Dinge haben keine Schatten, damit man sie nur sieht, wenn man die Sonnenbrille absetzt.
Rrrrrrrr!

Getragen
Shorts, Top, Bikinioberteil.
Mütze!
Keine Wassermelone.
Wochenmarkteinkäufe.
Sonnenbrand.
Fahrrad.

Gemacht
Keinen einzigen Plan umgesetzt.
Gesungen.
Greenwashing. Bei 6 Kilo jetzt ehemals weißer Wäsche.

Zwei Mal zu früh aufgestanden und gegangen.
Einen Geburtstag verpasst.
Eis gegessen. (Sehr viel Eis.)

Cidre getrunken. Und Weißwein bei Nacht.
In einem anderen Park gegrillt.
Lamm gegessen. Schmeckt gut. Määäääh.
Nichts gesagt.
Regenbogenteig.

Und Regenbogenkekse  (ohne Drogen, aber mit Butter). Drei Mal.

Gefordert
Mehr Zeit.
Mehr Taxen.

Gefühlt
Chamäleon müsste man sein. Oder Hund.

Geborgen.
Geliebt.

Und dann war da noch …
Viel Feuerwehr: ein Foto einer Feuerwache und ein Einsatz nachts im Park.
Ein Sonntag.

Geplant
Eine nicht so geheime Party
Eine Lesung für September.

3 thoughts on “*August: Feuerwehrmonat, und so schnell vorbei

  1. Toll, wenn du ein Lied am Anfang deines Eintrags setzt. Das läuft dann, während man bis zum Ende liest und.ist.toll.

  2. Das klingt toll, dankeschön! (Und lustig, dass Du das gerade jetzt schreibst – gestern Nachmittag erst mit Freunden zur Stimmung in Texten diskutiert (manchmal beim Schreiben hört man ja auch was, das dann den Text beeinflusst), und überlegt, mal wieder häufiger Musik zum Text zu “liefern”. Da passt Dein Kommentar perfekt.)

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