127.0.0.1

Zuhause.

Zuhause. Wo die Weingläser in Obstkisten stehen und es Regale aus Umzugskartons gibt. Wo die weißen, abgewetzten Dielen unter nackten Füßen knarzen, und wo sich manchmal der Wind an den Fenstern vorbei ins Zimmer schleicht. Wo der Kamin knistert, wo in der Küche der Mokka kocht und wo du morgens heiß duschen kannst. Wo es manchmal nach Honigbrötchen riecht und jemand den Flur entlang Teelichter angezündet hat. Wo auf der Fensterbank ein Bleistift und neben dem Sofa ein Stapel Bücher liegt.

Zuhause ist, wo man im Dunkeln die Lichtschalter findet.

By Lena

Fast walker, avid reader, poetry fan, public speaker, violinist, pianist in the making, intersectional feminist. Works in tech, writes about anything here (and less frequently than in the past).

10 comments

  1. boah, ist das riesig einem artikel über sein zuhause die überschrift 127.0.0.1 zu geben!
    das bringt mich doch gleich auf die idee beim nächsten mal dem taxifahrer ein fröhliches “localhost” entgegenzurufen.
    r.

  2. @oelbert – Vorsicht, “localhost” ist relativ, wer weiss, auf wessen “localhost” Du dann abgesetzt wirst.

    Aber das mit dem Lichtschalter ist sehr schön.

  3. @Christoph

    @christoph: das ist mir klar. da aber jeder hiesige taxifahrer schon mit den normalen adressen durcheinander kommt, kann es so schlimm nicht werden.
    ich schlepp deswegen aber jetzt nicht immer nen hut mit mir rum.

  4. Bei mir sind es eher die Kisten und das Dielenknarzen, woran ich erkenne, dass ich in der richtigen Wohnung bin.

    … und am Zeitungsstapel in der Ecke.

    Cu Bgm

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