Mein Sonntag ohne dich

Es war der Sonntag, an dem es Trauben zum Frühstück gab, Espresso, und Zeitungsrascheln auf dem Sofa. Als die Sonne zum Fenster hereinschien, und es viel zu warm war, um den Reißverschluss der Jacke zuzuziehen. Wie Frühling, nur verkehrt herum. Es war der Tag, an dem ich manchmal an einen Tag mit dir dachte.

Wir wären nach draußen gegangen und über Pfützen gehüpft. Wir hätten Hundesuchbilder und die letzten Gänseblümchen auf dem Boden fotografiert, in dem Park, in dem an den schattigsten Stellen Pilze wachsen, und wo die Blätter sich zu Haufen zusammensammeln, um dem Wind zu entgehen.

Es war der Sonntag, an dem man sich ins Laub legen und in den Himmel sehen konnte, und an dem überall in der Luft noch ein bisschen Sommer war.

Und an dem du irgendwie doch ein bisschen hier warst.

By Lena

Fast walker, avid reader, poetry fan, public speaker, violinist, pianist in the making, intersectional feminist. Works in tech, writes about anything here (and less frequently than in the past).

One comment

  1. Und ein Sonntag, von dem man am Montag träumt, auch wenn man gar nicht dabei, sondern weit, weit weg war.

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