Luft holen an heißen Tagen. (Kurzanflüge von Melancholie incl.)

Ich sitze auf dem Fensterbrett und schaue in die tiefe Nacht. Es ist immer noch angenehm warm, meine Hosenbeine sind hochgekrempelt. Durch die Gassen hier im Dorf zieht eine sanfter Sommerwind, der nach Heu und ein wenig Regen riecht.

Im Hintergrund läuft leise Musik, auf dem Fensterbrett flackert ein Teelicht, und während ich den letzten Rauchschwaden nachsehe, die in den Sternenhimmel ziehen, denke ich mit leiser Freude und einem heimlichen Lächeln an die Menschen, denen ich in den letzten Wochen begegnen durfte.

Und eine tiefe Dankbarkeit überkommt mich. Dankbarkeit für die, die mich im letzten Jahr so unterstützt haben. Die da waren, bei allem, was passiert ist. Mein Leben hat sich in dieser kurzen Zeit vollständig gedreht – von außen nur teilweise sichtbar, ist innen alles anders, und einiges wird noch anders werden.

Und ihr wart immer da. Habt mit mir gelacht, seid mit mir verzweifelt, habt mit mir gezittert, Höllentrips durchlebt, und – habt mit.gefühlt. Und seid immer noch da.

Danke. Ihr wisst, wofür.

By Lena

Fast walker, avid reader, poetry fan, public speaker, violinist, pianist in the making, intersectional feminist. Works in tech, writes about anything here (and less frequently than in the past).

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