Bio-Essen kaufen? “Logisch!”, sagt der Kopf. “Bloß nicht!”, sagt der Geldbeutel. Von einer Kompromissfindung.

2 Schalen Müsli, 1 Milchkaffee, 1 Glas Milch. Ergibt pro Tag einen Verbrauch von 1,3 l Milch, dazu kommen 2 Becher Joghurt, 4 Scheiben Käse, 1/3 Pckg. Frischkäse, 50-100g Butter, undundund.

Angeregt durch den Artikel “Unser Erdmann” in der Zeit kam auf diesen 60 Quadratmetern eine Diskussion auf – über Kindheitserinnerungen, unsere Lieblingsbauern, den Geschmack “richtiger” Milch und darüber, was uns unser Essen wert ist.

Es gibt hier in der Gegend einige Bioland-Direktvermarkter, das Gemüse-, Obst-, Käse- und Brot-Abo “Ökokiste” (Öki), Milchlieferanten und natürlich auch die Bio-Sortimente der Supermärkte. Allerdings wächst leider auch in dieser WG das Geld nicht auf Bäumen oder Grünpflanzen (liegt vielleicht auch daran, dass wir alle Pflanzen binnen weniger Tage um die Ecke bringen).Ei

Wir wägen daher ab:
+ Bio-Sortimente bei Aldi, Lidl, Kaufland & Co.: Dagegen. Ist zwar nett, dass die angeboten werden, und ein Schritt in die richtige Richtung. Erscheinen uns aber immer noch zu sehr “pro forma” und recht vorgeschoben. Und wissen wir wirklich, ob davon etwas beim Erzeuger ankommt? Nein. Gestrichen.

+ Ökokiste: Super Sache. Aber nix für uns. Wir sind (psst, nicht weitersagen!) einfach etwas kochfaul, und bevor das gute Gemüse dann verdirbt, weil wir gerade partout keinen Bock auf Zweisamkeit mit Kürbis, Schwarzwurzel, Rosenkohl und Roter Bete haben – nein. Aber wir haben’s weiterempfohlen!

+ Milchlieferant. Super! Haben! Liefert nur leider bei uns nicht.

+ Bleibt der Direktvermarkter im Nachbarort. Wir sind unabhängig von Mindestabnahmemengen und (vor allem!) diversen Großunternehmen (abgesehen von den Mineralölkonzernen. 100% Autonomie wären dann doch zu viel der Wildromantik gewesen), können kaufen, was gerade Saison hat, was in Budget und Zeitpläne passt, und, wichtigwichtig!, was einen möglichst hohen “darauf-hab-ich-Lust-Faktor” hat.

Können im Gehen noch schnell ein Schwäbisch-Hällisches Landschwein hinterm Ohr kraulen und eines der Kälbchen an einer Hand saugen lassen. Und  d a s  ist immer noch das Beste überhaupt.

[Ja, ja, ja. Tief im ?en bin ich eben doch immer ein kleines Landei geblieben.]

By Lena

Fast walker, avid reader, poetry fan, public speaker, violinist, pianist in the making, intersectional feminist. Works in tech, writes about anything here (and less frequently than in the past).

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